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Der Kabarettist Frank Astor zeigte rund 100 Teilnehmern im mediterranen Seminarhotel „La Villa“ am Starnberger See, wie man Projekte schnell in den Sand setzt und wie sich der Kunde am besten an sich selbst orientiert.
Von Andrea Weber
Welcher Verkäufer kennt sie nicht – diese ermüdenden Seminare, die von Projektmanagement und Kundenzufriedenheit handeln; diese endlosen Vorträge, in denen sich immer einer selbst gerne reden hört und die anderen mit seinem überstrapazierten Businessjargon langweilt. Kabarettist Frank Astor bringt es auf den Punkt: „Da hetzen sie von einem Meilenstein zum anderen, nur um als erster auf der Roadmap-Zielgeraden mit dem Produkt am Start zu sein.“ Astors Seminare finden nicht in nüchternen Meeting-Räumen statt, sondern der Kabarettist legt auf gepflegtes Ambiente wert. Mitte Oktober empfing er seine „Seminarteilnehmer“ in mediterraner Umgebung des Tagungshotels „La Villa“ am Starnberger See.
„Für mich soll es Provisionen regnen“
In seinem neuen Programm referiert Kabarettist Astor als Projektleiter Theo Tölpel ohne Punkt und Komma. Tölpel stolpert die Karriereleiter eher hinab als hinauf. Immerhin habe er mit 17 Jahren schon erste Projekterfahrungen mit einer Hüpfburg sammeln können, sagt er, es bisher jedoch nicht weiter als von der Konzeptphase zur Teambildung gebracht. Tölpel kennt sich aus „wie man Projekte in den Sand setzt“, und er weiß auch wie es auf Produktvorstellungen zugeht: „Auf den Kuschel-Kickoffs klaut doch jeder dem anderen seine Idee ganz legal unter dem Deckmantel des „Best Practice“.“
Astor nimmt oft selbst die Fahrt aus seinem Redefluss, immer dann wenn er musikalisch zu parodieren beginnt. Für ihn soll es doch lieber „Provisionen regnen“ als Rosen für die Knef.
Im Verkaufsmetier kennt sich Astor aus: Seit 1980 steht er in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit seinem Businesstheaterstücken und Unternehmenskabaretts auf den Bühnen. Er ist Buchautor und Coaching-Trainer und weiß wie es um die Kundenbeziehungen in deutschen Unternehmen steht. „Schlecht – genauso schlecht, wie der Ruf von Verkäufern ist.“ Laut Statistik stünden sie am Ende der angesehenen Berufsgruppen, weiß Astor.
Am Ende seiner Vorstellung gab es leider keine Zugabe von dem Kabarettisten, so sehr sich das Publikum noch mehr von seinen kuriosen Auslegungen des Vertriebsalltags gewünscht hätte. „Da sehen Sie wie neu mein Programm ist. Die Zugabe habe ich bis heute nicht fertig bekommen“, entschuldigte sich Astor.
Es war ein traumhafter Abend für die Gäste im La Villa. Die Fackeln loderten im herrschaftlichen Park direkt am Ufer des Starnberger Sees und der Kulturevent erinnerte eher an einen romantischen Abend in einem toskanischen Landhaus. Die Geschäftsphilosophie des Hotels „La Villa“ ist pragmatisch, erfolgreich und kulturell zugleich: La Villa verbindet im eigenen Haus Business mit Erholung und Kulinarisches mit Kunst.
Seminarhotel „La Villa“
Ferdinand-von-Miller-Straße 39-41,
82343 Niederpöcking
Tel: 08151 - 770 6-0, Fax: 08151 - 770 6-99
http://www.lavilla.de/
Frank Astor
http://www.frankastor.de/
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