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von Matthias Bauernfeind
Im vollbesetzten Marstall in Berg fand am Sonntag den 20. März 2011 das bemerkenswerte Konzert „Una festa barocca“ statt. Dorothee Oberlinger (Blockflöte), Sebastian Hess (Cello) und Axel Wolf (Theorbe) trugen Stücke aus der frühen Barockzeit sowie eine zeitgenössische Komposition vor.
„Sonata Seconda“ von Dario Castello zeigte, wie vielseitig diese alte Musik ist: Virtuose Passagen wechseln mit gefühlvollen langsamen Stellen, Forte und Piano wird als musikalisches Gegensatzpaar eingesetzt, hohes Register wird den tiefen Passagen gegenübergestellt – so abwechlungsreich kann die Barockmusik sein.
Auf einer Bassblockflöte spielte Oberlinger „La Perla“ des zeitgenössischen Komponisten Dai Fujikura. Dieses Stück wurde speziell für sie komponiert. Verschiedene spieltechnische Besonderheiten konnte man bestaunen: Mit Zungenflirren erzeugte Tonpassagen, Harmonietöne, die parallel zur Melodiestimme erklingen, sowie Staccatotöne verbunden mit Vorschlägen, die fast den Eindruck von Vogelklängen erweckten. Eingebunden in eine atmosphärische musikalische Entwicklung zog das Stück die Zuhörer in seinen Bann.
Nach einem Stück für Theorbe solo (eine Mischung von Harfe und Laute) von Bellerofonte Castaldi und einer Sonate für Cello und Theorbe von Giovanni Bendetto Platti wurde das Programm abgeschlossen mit zwei Solostücken für Blockflöte (u.a. von Arcangelo Corelli). Hier konnte man bewundern, wie vielseitig und reich der Ausdruck der Musik schon im Barock war. Eine Tanzsuite von Giuseppe Sammartini wurde als Zugabe gegeben.
Viel Spielfreude und Begeisterung der Musiker ließ den Funken auf das Publikum überspringen und langanhaltender Applaus war der verdiente Lohn für die Künstler.
Fotos: QUH
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