




„Die Weiße Rose“
TheaterAbo – Theater Pur 13/14 mit „Die Weiße Rose“ am 22. November 2013 in der Loisachhalle in Wolfratshausen
Die Weiße Rose
Aus den Archiven des Terrors
Ein Schauspiel in drei Akten und einem Vorspiel von Jutta Schubert nach einer Fassung des Jungen Schauspiel Ensembles München.
In der Münchner Studentenkompanie begegnen sich im Jahre 1940 die beiden Medizinstudenten Hans Scholl und Alexander Schmorell. Aus der intensiven und ungewöhnlichen Freundschaft der beiden jungen Männer und ihrer kritischen Einstellung zum herrschenden Regime erwächst der zunächst passive, dann aktive Widerstand gegen den Nationalsozialismus, der unter dem Namen „Die weiße Rose“ berühmt werden sollte.
Nach und nach schließen sich den Aktionen die Freunde Christoph Probst, Willi Graf, Hans’ Schwester Sophie und der Universitätsprofessor Kurt Huber an. Was mit einem getippten Flugblatt begann, wird zu einer gedanklichen Macht, die sich vorgenommen hat, den Nationalsozialismus zu stürzen.
Nach den Flugblatt-Aktionen im Frühsommer 1942, der massenweise Herstellung und Verbreitung des V. Flugblattes im Januar 1943, dem Schreiben der Parolen an öffentlichen Gebäuden, wird Hans Scholl, zusammen mit seiner Schwester Sophie Scholl, am 18. Februar 1943 beim Auslegen des VI. Flugblattes von der Gestapo in der Universität München verhaftet. An diesem 18. Februar 1943, es war ein milder sonniger Vorfrühlingstag, verkündet der Propagandaminister Goebbels im Berliner Sportpalast den „Totalen Krieg“. Ein paar Tage später, am 22. Februar 1943 werden Hans und Sophie Scholl, zusammen mit dem Freund Christoph Probst vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am selben Tag durch das Fallbeil ermordet.
Nach der Verhaftung der Geschwister Scholl wird Alexander Schmorell steckbrieflich gesucht. Alle Fluchtbemühungen scheitern trotz risikoreicher Hilfe aus dem Freundeskreis. Am 24. Februar wird er während eines Bombenangriffes in einem Münchner Luftschutzkeller erkannt und festgenommen.
Das Stück von Jutta Schubert „Die Weiße Rose – Aus den Archiven des Terrors“ dessen Uraufführung 2004 zugleich die Geburtsstunde des JUNGEN SCHAUSPIEL ENSEMBLES MÜNCHEN bedeutete, trägt nicht nur zur Würdigung und Erinnerung an die Weiße Rose als Widerstandsgruppe, als ein Stück Deutscher Geschichte bei, sondern will der Frage nachgehen, wer die jungen Menschen waren, die nicht nur von einem besseren Deutschland träumten, sondern sich aktiv dafür einsetzten. Um es mit den Worten der Autorin, Jutta Schubert auszudrücken: „Mein Stück spürt den Beziehungen der Menschen nach, ihren Beweggründen, Befürchtungen und Hoffnungen, ihrer Freundschaft, ihren Widersprüchen, auch ihrem Leichtsinn. Es will die Menschen zeigen, nicht die Helden, deshalb ist es ein Bühnenstück. Es geht mir nicht darum, zum wiederholten Mal die Verhaftung in den Vordergrund zu stellen, die Tage in der Zelle, das Fallbeil. Es geht mir vielmehr darum, nachvollziehbar zu machen, wie diese Jungen Menschen in dem verheerenden System auf ihre Idee kamen und sie umsetzten, mit ihren beschränkten, unzulänglichen Mitteln, die letztlich zum Scheitern verurteilt waren.“
Die Wiederaufnahme und Neueinstudierung des bereits 2004 vom JUNGEN SCHAUSPIEL ENSEMBLE MÜNCHEN uraufgeführten Theaterstücks konzentriert sich mehr als je zuvor auf die Menschen und Persönlichkeiten hinter den historischen Figuren. Die Bühne und das Theater verwandeln sich in eine Insel der Menschlichkeit, die verblassten Erinnerungen werden mit Farbe gefüllt und die Mitglieder des inneren Kreises der Widerstandsgruppe – Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf, Prof. Kurt Huber und Traute Lafrenz – für einige Stunden wieder zum Leben erweckt. Eine würdige Erinnerung 70 Jahre nach ihrem grausamen Tod.
Das Schauspiel „Die Weiße Rose“ von Jutta Schubert findet am 22. November 2013 in der Loisachhalle statt. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr.
Preis
28 €, 24 € und 21 € sowie ermäßigt 14 € (für Schüler, Studenten, SozialCard-Empfänger und Inhaber der Ehrenamtskarte) zzgl. Gebühren.
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und zzgl. 4 € (Abendkassengebühr)an der Abendkasse am Freitag, 22. November 2013 ab 19Uhr.
Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
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