Konzert "Requiem"
Konzert „REQUIEM“
In dem Konzert in Tutzing treten zwei Gesangssolisten auf, die zahlreiche Engagements im In- und Ausland haben und mit besten Kritiken ausgestattet sind. Die Sopranistin Ines Reinhardt gab ihr Debut 2011 an der Berliner Staatsoper in „Tri Sestri“ von Peter Eötvös, war Solistin beim Rheingau-Musik-Festival und steht zurzeit in Glucks „Die Pilger von Mekka“ auf der Bühne des Salzburger Landestheaters. Tareq Nazmi (Bariton) gehört dem Ensemble der Bayerischen Staatsoper an, sang u. a. beim Orchestre des Champs Elysées unter der Leitung von Philippe Herreweghe und beim Washington National Symphony Orchestra. Er stand in Donizettis „Roberto Devereux“ gemeinsam mit Edita Gruberova auf der Bühne und war Anfang November unter der Leitung Enoch zu Guttenbergs als Sarastro in Mozarts „Zauberflöte“ im Münchner Prinzregententheater zu hören.
Am Beginn des Konzerts werden ungemein poetische und gefühlvolle Klänge schweben. Camille Saint-Saens schuf sie in seinem Stück „La cloche“ („Die Glocke“) für Sopran und Orchester. Mit dem von Victor Hugo gedichteten Text verfasste er eine Ode an dieses „Instrument“ im Kirchturm. Auch im “Cantus in memory of Benjamin Britten“ von Arvo Pärt steht die Glocke im Mittelpunkt. Glockenschläge eröffnen das Werk, das leise beginnt, sich zu Klangmassen weitet und mit des Klöppels Ton wieder verklingt. Der aus Estland stammende Musiker Pärt (*1935) schrieb diesen „Cantus“ 1977 zu Ehren des von ihm hochverehrten Komponistenkollegen Benjamin Britten, der ein Jahr zuvor gestorben war. Als drittes Werk steht Pärts „Salve Regina“ auf dem Programm, das stille, aber auch aufrüttelnde Passagen aufweist. In besinnlicher Ruhe wenden sich Chor und Orchester an die Gottesmutter, bevor es an der Stelle „illos tuos misericordes oculos — Wende deine barmherzigen Augen uns zu“ und dem darauf folgenden „Zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes“ zu den emotionalen Höhepunkten kommt. Arvo Pärt hat das „Salve Regina“ 2001 anlässlich des 1150-jährigen Bestehens der Stadt Essen und ihres Domes geschrieben. Hauptwerk des Konzerts ist das „Requiem“ von Gabriel Fauré, das wegen seiner melodiösen Anlage gern und häufig in den Konzertsälen aufgeführt wird. Es ist durchdrungen von Ruhe und Frieden. Im Gegensatz zu anderen Requien gibt es keinen Platz für Schmerz und Verzweiflung. Mit schwelgerisch-impressionistischen Klängen schildert Fauré die Sehnsucht nach dem Leben im Jenseits, die im letzten Satz „in paradisum“ kulminiert.
Programm
- Camille Saint-Saëns (1835—1921): „La Cloche“ ("Die Glocke") für Sopran und Orchester
- Arvo Pärt (*1935): „Cantus in memory of Benjamin Britten“ für Streichorchester und eine Glocke
- Arvo Pärt: "Salve Regina" für Chor, Orgel und Streichorchester
- Gabriel Fauré (1845—1924): „Requiem“ op. 48 für Solisten, Chor und Orchester
Solisten: Ines Reinhardt (Sopran), Tareq Nazmi (Bariton)
Kirchenchor St. Joseph
Instrumentalensemble Tutzing
Leitung
Helene von Rechenberg
Karten
20.- und 15 Euro, 10 Euro für Kinder und Jugendliche
Vorverkauf
Pfarrbüro St. Joseph, Tourismusbüro, Buchhandlung Held, Tutzing
Termin
Sonntag, 24. November 2013 um 19 Uhr
Datum und Uhrzeit
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