
Reinhild Stötzel „Landschaften – Stillleben – Zeitbilder“
Reinhild Stötzel
Landschaften – Stillleben – Zeitbilder
Ausstellung im Rathaus Icking
27. April bis 29. Juni 2012
von Reinhild Stötzel
Ist es möglich, im Nach-Berufsleben noch etwas Neues zu entwickeln? Diese Frage stellte ich mir vor zwei Jahren. Seither gab es viele ermutigende Erfahrungen, neben der Erkenntnis, dass die Frage bleibt und offenbar nicht so sehr altersbedingt ist.
Ein guter Einstieg war die Ausstellung im Hollerhaus in Irschenhausen 2010. Danach kam 2011 die Suche nach geeigneten Arbeitsräumen. Glücklicherweise wurden von der Gemeinde Icking in Dorfen Räume frei. Die Eröffnung des Ateliers war der nächste Schritt. Meine Verbundenheit mit diesem Ort findet nun, 2012, ihren Ausdruck in der Ausstellung im Ickinger Rathaus: „Landschaften – Stillleben – Zeitbilder“.
„Landschaften aus dem Oberland“ war der Titel der ersten Ausstellung und hat sich als ein bleibendes Thema herausgestellt.
Mit Stillleben hatte ich mich immer nebenher beschäftigt. Deswegen war dieses Thema vor allem geeignet, um auszuprobieren, wie es möglich ist, die Oberfläche der Leinwand zur Priorität werden zu lassen - vor der Oberfläche der dargestellten Dinge: Mit senkrechten, deutlich sichtbaren Pinselstrichen entsteht eine Betonung der Malweise, der Farbzusammensetzung, und gleichzeitig eine gewisse Gegenläufigkeit zur dargestellten Form. Dazu gehört auch das Experimentieren mit Ausschnitten und Vergrößerung.
Zeitbilder: 2011 war das Jahr unerhörter, unerwarteter Nachrichten aus fernen Ländern, weit weg und doch penetrant den Einfluss auf unsere europäische Zukunft behauptend: Seltsam schöne Bilder aus Japan von explodierenden Atomkraftwerken – dabei nicht sichtbar die grausame Realität des Supergaus, die bestätigt, was wir nicht wahrhaben wollten: Was passieren kann wird passieren.
Zuvor schon, im Februar, fing die „Arabellion“ an, in Tunesien, Libyen, Ägypten, in Bahrein , in Syrien. Auch hier eindrucksvolle Bilder im Fernsehen, in der Zeitung. Faszinierend als Dokumentation freigesetzter Energien, die wir nicht ahnten, aber auch nicht durchschauen, nur wissen: Unser Leben in Europa wird davon nicht unberührt bleiben. Die Welt ist ein wenig anders als wir dachten. Das Nachtbild vom Perlenplatz in Manama vom 28.Februar 2011 wirkt anziehend durch seine Undurchschaubarkeit. Erst aus dem Text erfährt man, dass es hier bei Demonstrationen viele Tote und Verletzte gegeben hat.
Ich wollte sehen, was geschieht , wenn ich die flüchtigen Bilder in meiner Weise umsetze, wenn z.B. „Fukushima“ im Rathaus hängt, wo die Folgen der Energiewende erarbeitet werden müssen.
Öffnungszeiten
Mo, Di, Mi, Fr 8.00 – 12.00 Uhr
Do 15.00 – 18.00 Uhr
Ausstellungsort
82057 Icking
Mittenwalder Str. 6
Tel. +49 8178 9200 0
Atelier
82057 Icking-Dorfen
Feuerwehrhaus
Tel. +49 179 777 0277
<link>info@atelier-stoetzel.de
<link http: www.atelier-stoetzel.de>www.atelier-stoetzel.de
Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
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