
Tölzer Knabenchor singt Werke von Bach und Pergolesi zugunsten UNICEF
Der Tölzer Knabenchor und seine Solisten treten zusammen mit der Hofkapelle München unter der Leitung von Konzertmeister Rüdiger Lotter am 15. Juli in der Münchner Herz-Jesu-Kirche in Neuhausen auf. Das mit dem Echo-Preis ausgezeichnete Chorensemble präsentiert die Motette von Johann Sebastian Bach „Jesu, meine Freude" und das Doppelkonzert in D-Moll. Im Zentrum steht das Werk von Giavanni Battista Pergolesi „Stabat Mater“. Es ist ein Benefizkonzert zugunsten der Hilfsorganisation UNICEF.
Der Tölzer Knabenchor und seine Solisten, Christian Brembeck (Cembalo/Orgel) und Günter Holzhausen (Violone) präsentieren sechs große Motetten Bachs, die zu den anspruchsvollsten Chorwerken zählen. 40 Jahre nach Bachs Tod fiel Mozart in Verzückung, als er an der Thomaskirche in Leipzig „Singet dem Herrn“ hörte, und bereits 1803 erschienen die Motetten als erstes Vokalwerk Bachs im Druck.
Zur Aufführung im Originalklang kommt an diesem Abend die zwischen 1722 und 1729 entstandene Motette „Jesu meine Freude“. Sie ist fünfstimmig, mit zwei Sopranen. Die von dem Tölzer Knabenchor aufgeführte Version beruht auf den neuesten Erkenntnissen aus den Autographen und originalen Abschriften, die vor allem in der Textverteilung deutlich von den neuen Bach-Ausgaben abweichen (besonders bei „Jesu meine Freude“).
Das Werk „Stabat Mater“ von Pergolesi singt der Tölzer Knabenchor in musikalischer Begleitung des Barockensembles der Residenz unter Leitung von Rüdiger Lotter. Solist ist Christian Brembeck am Cembalo und Orgel. Pergolesis Vertonung der Worte des Jacopone da Todi (gest. 1306) zum Fest der sieben Schmerzen Mariae ist wohl das bekannteste Stabat Mater. Der mit 26 Jahren (1736) verstorbene Giovanni Batista vermachte die Orgelpartitur – die er vermutlich für die adelige Erzbruderschaft „Cavalieri della vergine de’Dolori“ in Neapel schrieb – kurz vor seinem Tode dem neapolitanischen Hofkapellmeister Giuseppe da Majo. Heute wird das Autograph in der Bibliothek des Klosters Montecassino aufbewahrt.
Die Instrumente der Münchner Hofkapelle stammen aus der Zeit des Barock und werden mit Darmsaiten und leichtem Bogen gespielt. Die Vokalpartien werden von Knabenstimmen gesungen. Das Klangbild der Knabenstimme kommt dem vokalen Klangideal der Kirchenmusik der damaligen Zeit sicher am nächsten.
Gesamtleitung: Gerhard Schmidt-Gaden
Programm
Giovanni Battista Pergolesi
Stabat Mater
Sopran- und Alt-Soli besetzt mit Solisten des Tölzer Knabenchores
Johann Sebastian Bach
Motette „Jesu meine Freude“ (BWV 227)
Johann Sebastian Bach
Doppelkonzert für zwei Violinen
d-Moll (BWV 1043)
Solisten: Rüdiger Lotter – N.N.
Karten
Kat I = 60 € / Kat II = 40 €
unter <link http: www.muenchenticket.de guide tickets u2ev external-link-new-window>MünchenTicket
oder direkt über <link http: www.toelzerknabenchor.de external-link-new-window>www.toelzerknabenchor.de, Tel. +49 89 724 41 94 0
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