Eurasburg
150-Jahr-Feier Eurasburger Schützengesellschaft
Von Peter Herrmann
Eurasburg, 11.8.2014 – Im Jahr der Thronbesteigung von König Ludwig II. gründete sich am 26. November 1864 die Schützengesellschaft Eurasburg. Die Genehmigung folgte am 16. Dezember des gleichen Jahres durch das königliche Bezirksamt. 150 Jahre später traf sich die Gesellschaft am Sonntag gemeinsam mit dem Patenverein Münsing, den Schützenvereinen aus der Gemeinde und allen anderen Ortsvereinen zunächst vor dem Rathaus, um anschließend auf der benachbarten Wiese beim Noderer einen Festgottesdienst zu feiern.
Auch während der heiligen Messe ertönten zeitweise laute Böllerschüsse, die bis über die Gemeindegrenze zu hören gewesen sein sollen. Danach gingen die rund 200 Teilnehmer des Festzuges über die Beuerberger Straße, die Hauptstraße und die Wolfratshauser Straße bis hin zum Musikerstadel an der Loisach. Dort wurde bis zum Abend in entspannter Atmosphäre gefeiert. Viele Eurasburger hatten die Häuser und Gartenzäune mit bayerischen Fähnchen und Wimpeln behängt und winkten den Teilnehmern des Festzuges. Dazu gehörten unter anderem die Eurasburger Blaskapelle, die Freiwillige Feuerwehr Eurasburg, der Burschenverein Beuerberg-Herrnhausen und befreundete Schützenvereine aus der Umgebung. Auch Bürgermeister Moritz Sappl grüßte aus einer Kutsche den zahlreichen Zaungästen am Straßenrand. Sie alle feierten die Gründung der Schützengesellschaft, die es seit dem 26. November 1864 gibt.
Neuanfang in den 1950er-Jahren
Matthias Maier und Anton Kling waren die ersten Schützenmeister der Gesellschaft. Die Gründungsmitglieder, deren Namen nicht vollständig überliefert sind, gehörten einst mutmaßlich der königlichen Feuerschützengesellschaft Wolfratshausen an. Bis heute gilt der Samstag als Schießtag. In der Satzung von 1907 wird der Eurasburger Verein noch als „privilegierte Zimmerstutzen-Schützengesellschaft“ bezeichnet. Ein Nachweis darüber wurde bis heute indes nicht gefunden. Wie viele deutsche Schützenvereine löste sich die Schützengesellschaft unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg auf. Nach der Wiedergründung im Jahr 1951 fand 1954 das erste Königsschießen der Schützengesellschaft statt. Laut Vereinschronist Georg Fischhaber gewann damals Edmund Bollner. Die Vereinsmitglieder können sich heute in den Disziplinen Schießen mit Zimmerstutzen, Luftgewehr und -pistole üben. Zum Vorstand gehören unter anderem Ehrenschützenmeister Alfons Grünwald, die Schützenmeister Norbert Fischhaber und Bernhard Gründl, 1. Böllermeister Günter Winterhalter, Kassierin Getraud Mährlein sowie Schriftführerin Brigitte Störck.











