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Ausstellung des Vereins „Rettet die Isar jetzt“

Faszinierende Flusslandschaften

Von Peter Herrmann

Geretsried, 16.4.2015 – Bis zum 8. Mai ist in der Sparkasse-Geschäftsstelle in der Egerlandstraße 51 die Ausstellung der Notgemeinschaft „Rettet die Isar jetzt“ zu sehen. Die Schautafeln zeigen nicht nur die eindrucksvollen Wildlandschaften, sondern warnen auch vor schädlichen Eingriffen des Menschen sowie dem stetig wachsenden „Erholungsdruck“.

Isar als wichtiger Teil Geretsrieds
„Wir waren bisher südlastig und wollen unsere Ausstellung nun auch im Nordlandkreis zeigen“, unterstrich Vereinsvorsitzender Dr. Karl Probst bei der Ausstellungseröffnung. Nachdem die Informationstafeln bereits in den Sparkassen-Filialen von Lenggries und Bad Tölz zu sehen waren, erreicht die Ausstellung nun Geretsried. Wolfratshausen und Icking sollen folgen. „Wir stellen dem Verein gerne Raum zur Verfügung. Schließlich ist die Isar ein wichtiger Teil von Geretsried“, erklärte Marktbereichsleiter Ulrich Schölderle.

Engagement für Naturschutz
Die bereits 1974 gegründete Notgemeinschaft „Rettet die Isar jetzt“ engagiert sich für einen guten ökologischen Zustand des Gewässers sowie der Natur am Flussufer. Die zahlreichen Ableitungen der Isar zur Stromerzeugung waren einst der Anlass, eine Notgemeinschaft zu gründen. 1990 gelang es dem Verein, den Bayernwerken Wasser für die obere Isar abzuringen, sodass dort die letzte Wildflusslandschaft wiederhergestellt werden konnte. Auch die Einführung der „Isarranger“ geht auf eine Initiative des rund 160 Mitglieder zählenden Vereins zurück. „Verbotsschilder allein reichen leider nicht, um die Isar zu schützen“, bedauert Probst. Denn der sogenannte „Erholungsdruck“ wird immer stärker: Schlauchbootfahrer machen unerlaubterweise an Vogelschutzinseln Halt, hinterlassene Zigarettenkippen und Glasscherben weisen auf Grillfeste hin. Die Arbeit der Isar-Ranger kann also nicht hoch genug bewertet werden. Wachsen doch gerade in der Ascholdinger und Pupplinger Au bedrohte Pflanzen wie beispielsweise der Frauenschuh oder das Brandknabenkraut.

Exkursion an die Obere Isar
Wer die Artenvielfalt der letzten alpinen Flusslandschaft unter sachkundiger Führung entdecken will, kann sich für eine eintägige Exkursion anmelden. Zu einem Preis von 22 Euro (inklusive Transfer mit Kleinbus) werden ab Lenggries am 9. und 15. Juni Touren angeboten, die über den Sylvensteinspeicher bei der Klammbrücke bis zum Krüner Wehr und Walchenseekraftwerk führen. Anmeldungen werden bis spätestens 26. Mai von Franz Speer, Hochalmstraße 8, 83661 Lenggries oder per E-Mail unter 2.vorstand@rettet-die-isar.de entgegen genommen.

Information: www.rettet-die-isar.de

Fotos: Peter Herrmann