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Maria Franck-Marc im Franz Marc Museum Kochel

Kochel am See

Kochel am See, 9. Juli 2026 – red. – Das Franz Marc Museum widmet Maria Franck-Marc erstmals eine umfassende Einzelausstellung. Bis 27. September 2026 rückt die Schau die Künstlerin der Moderne in den Mittelpunkt – begleitet von der floralen Installation „Blumen für Maria“.

Anlass ist der 150. Geburtstag der Künstlerin, die eng mit dem Blauen Reiter verbunden war, deren eigenes Werk jedoch lange hinter ihrer Rolle als Ehefrau und Nachlassverwalterin Franz Marcs zurücktrat. Die Ausstellung „Maria Franck-Marc“ wurde von Jessica Keilholz-Busch, Direktorin des Franz Marc Museums, kuratiert.

Rund 30 Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen

Gezeigt werden rund 30 Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Zu sehen sind Gemälde, Zeichnungen und textile Arbeiten, darunter Blumenstücke, Landschaften, Naturstudien, Stillleben und Darstellungen von Kindern. Nach Angaben des Museums stammen viele der ausgestellten Arbeiten aus Privatbesitz, einige Werke werden erstmals öffentlich gezeigt.

Das Franz Marc Museum eröffnet damit einen neuen Blick auf eine Künstlerin, deren Werk lange nur selten öffentlich präsentiert und kaum wissenschaftlich erforscht wurde. Maria Franck-Marc war 1912 mit drei eigenen Werken in der zweiten Ausstellung des Blauen Reiters vertreten. Dennoch gelang es ihr kaum, eine eigenständige öffentliche Position im Kunstbetrieb ihrer Zeit zu etablieren.

Nach dem Tod Franz Marcs im Jahr 1916 widmete sie sich über Jahrzehnte der Bewahrung und Vermittlung seines Werks. Diese Tätigkeit prägte dessen Nachleben maßgeblich, überlagerte jedoch zugleich die Wahrnehmung ihres eigenen künstlerischen Schaffens.

„Blumen für Maria“ im Museumsfoyer

Einen besonderen Akzent setzt die florale Intervention „Blumen für Maria“ im Museumsfoyer. Florist Andreas Müssig ließ sich dafür von den Werken Maria Franck-Marcs inspirieren und übersetzt deren Bildwelt in eine lebendige Installation aus Blumen, Farben und Formen.

Die Installation greift damit ein zentrales Motiv im Werk Maria Franck-Marcs auf: Blumen, Naturstudien und Stillleben erscheinen in der Ausstellung nicht als dekorative Nebenthemen, sondern als eigenständige künstlerische Versuchsfelder. Gerade darin zeigt sich die Sensibilität der Künstlerin für Farbe, Form und Rhythmus.

Begleitprogramm zur Ausstellung

Zum Begleitprogramm gehören weitere Termine: Am 21. Juli 2026 steht bei einer Dialogführung mit Jessica Keilholz-Busch und Andreas Müssig die florale Installation „Blumen für Maria“ im Mittelpunkt. Am 6. August 2026 beleuchtet Dr. Carla Heussler unter dem Titel „Die Blauen Reiterinnen – mehr als nur Gefährtinnen“ die Rolle von Künstlerinnen im Umfeld des Blauen Reiters.

Die Ausstellung „Maria Franck-Marc“ ist bis 27. September 2026 im Franz Marc Museum in Kochel am See zu sehen. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.


Ausstellung bis 27. September 2026

Die Ausstellung „Maria Franck-Marc“ ist bis 27. September 2026 im Franz Marc Museum in Kochel am See zu sehen.


Bildnachweise: Installation „Blumen für Maria“ von Andreas Müssig, Foto: Björn Marschall / FENDSTUDIOS. Maria Franck-Marc, „Blumenstück mit Dahlien“, um 1913, Privatbesitz. Foto: Walter Bayer.

 

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