Beim Wirtefest spielt die ganze Stadt mit
Musik und Gastronomie an 16 Standorten in Wolfratshausen
Von Peter Herrmann
Wolfratshausen, 15.09.2026 – Museum oder Wirtshaus, Biergarten oder Alte Floßlände: Beim 7. Wirtefest wurde in Wolfratshausen an vielen Ecken Musik gemacht und gefeiert. Von Saxofon und Volksmusik über Country-Folk bis zu Rock und DJs reichte das Programm an insgesamt 16 Standorten.
Museum einmal mit Saxofon
Schon am frühen Abend empfing das Museum am Untermarkt die ersten Gäste. „Wir fangen bewusst so früh an, später wäre der Andrang einfach zu groß“, erklärte die städtische Tourismusmanagerin Christine Garayhi. Alexander von Glasow begleitete den Rundgang der ersten Gäste musikalisch.
International wurde es auf dem Marienplatz. Das deutsch-amerikanische Country-Folk-Trio Ikes Creek machte dort im Rahmen seiner Deutschland-Tour Station. Sänger Korey Simeone ist im US-Bundesstaat Idaho aufgewachsen.
Fast im letzten Moment kamen die BirnBaamBuam noch zum Wirtefest dazu. Fürs Programmheft war es da schon zu spät – für einen Auftritt im Löwenbräu nicht.
Von Volksmusik bis Rock
Mayhem Inc. spielten in der vollbesetzten Burgschenke, Scratch Mark alias Fabio Faganello im Eiscafé Cristallo. Andere Restaurants und Biergärten setzten vor allem aus Platzgründen auf DJs: das Athos, das Rat.Haus.Café, der Waldramer Gasthof zur Post, die Terrasse des „Welt & Heimat“ im ehemaligen Brückenwirt und die Joji-Bar.
Im „Welt & Heimat“ gab es Trüffelburger, Frühlingsrollen und Korean Fried Chicken. Damit die Warteschlangen nicht zu lang wurden, setzte das Team auf Gerichte, die sich schnell zubereiten ließen.
Alle Hände voll zu tun hatte die Belegschaft der Flößerei. TuneD spielte dort Open Air – und der Platz im Biergarten reichte nicht: Auch auf dem angrenzenden Weg am Loisachufer standen die Besucher.
Nur wenige Meter weiter spielte Merged an der Alten Floßlände bis weit nach Mitternacht. Vor der Biermühle improvisierte das Duo Brxwnsxn + Badnewski vor großer Kulisse mit unkonventionellem Sound.
Ein Bus fürs Wirtefest
Wer den Standort wechseln wollte, musste nicht unbedingt zu Fuß gehen. Ein kostenloser Oldtimer-Pendelbus der Deutschen Bahn verband bis Mitternacht das Vivo-Restaurant am Bergkramer Hof, das Gewerbegebiet sowie die Stadtteile Waldram und Farchet mit dem Wirtefest.
Rockiger wurde es im Stadionheim und am Puzzles. Graim spielten im Grillmeister-Stadionheim mit wuchtigen Gitarrenriffs. Ducktapes griffen am Parkplatz vor dem Puzzles erst zu später Stunde in die Saiten – und beim Pogo mischten auch ältere Gäste mit.
Getanzt wurde beim Wirtefest bis weit nach Mitternacht. Organisiert wurde die siebte Ausgabe von Kulturmanager Andreas Kutter und Eventmanagerin Katharina Roßkopf. Einer Neuauflage im kommenden Jahr dürfte damit nichts mehr im Wege stehen.







