Dominik Halamek auf dem Wolfratshauser „Walk of Fame“
Wolfratshausen
von Peter Herrmann
Wolfratshausen, 28. September 2026 – Vom Kinderballett im Keller der Loisachhalle bis auf die großen Bühnen – Dominik Halameks künstlerischer Weg begann in Wolfratshausen. Am Sonntag wurde der Tänzer, Choreograf und Varieté-Künstler auf dem „Walk of Fame“ vor der Loisachhalle geehrt. Seine Messingtafel zeigt ihn als Luftakrobaten über der Loisach.
Zur feierlichen Enthüllung kamen Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Familienmitglieder, Freunde und künstlerische Wegbegleiter. Mit der neuen Messingtafel ist Dominik Halamek nun der achte Geehrte auf dem Wolfratshauser „Walk of Fame“.
Ein Stück Wolfratshauser Geschichte
Gemeinsam mit der Stadt vergibt der Verein „Lebendige Altstadt Wolfratshausen“ (LAW) seit 2013 die Auszeichnung. „Jede Plakette erzählt ein Stück Wolfratshauser Geschichte“, erklärte der LAW-Vorsitzende Ernst Gröbmair.
Unter den Gästen war auch die erste Geehrte Katharina Lüthi, die mit der längsten Filzschnur der Welt sogar im Guinness-Buch der Rekorde verewigt wurde. Nach ihr wurden der Chorleiter der Musikschule Yoshihisa Kinoshita, der frühere bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, Kabarettist Josef Brustmann, die Flößerei mit den Flößerfamilien Franz und Josef Seitner und Michael Angermeier, der Verein „Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenwald“ sowie posthum Ludwig Graßler auf dem „Walk of Fame“ geehrt.
Vom Keller der Loisachhalle auf die großen Bühnen
Dass die achte Plakette Dominik Halamek gewidmet ist, freute Bürgermeister Klaus Heilinglechner besonders. „Du schaffst es, das Publikum für einen Moment aus dem Alltag zu holen“, sagte er. Hinter dieser vermeintlichen Leichtigkeit steckten viel Arbeit und Mut. Besonders hob Heilinglechner Halameks Verbundenheit mit seiner Heimatstadt hervor: „Man kann hier seine Wurzeln haben und trotzdem die Welt erobern.“
Halamek trat unter anderem in der Semperoper und an der Bayerischen Staatsoper auf und wirkte bei einer Inszenierung im Rahmen der Olympischen Spiele in Peking mit. Mit seiner eigenen Varieté-Show „Circus of Fantasy“ tourt er durch Deutschland.
Die Laudatio hielt die Tänzerin Melanie Renz, die Halamek seit mehr als 15 Jahren kennt. Sie erinnerte an seine Anfänge: Bereits im Alter von fünf Jahren tanzte er bei Sabine Brandhuber im Kinderballett im Keller der Loisachhalle. Später studierte er an der Palucca Hochschule in Dresden und erhielt dort seine Ballettausbildung.
„Für Dominik gibt es kein zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn, zu ungewöhnlich oder zu anders“, sagte Renz. In seinen Shows stehen deshalb ganz unterschiedliche Menschen gemeinsam auf der Bühne. Auch die Übernahme der Tanzschule von Sabine Brandhuber am Untermarkt bezeichnete sie als Glücksfall. Inzwischen ist Halameks „Dance Factory“ auch in Geretsried und Bad Tölz vertreten.
Nach der Enthüllung dankte Halamek seiner Familie, seinen Freunden und weiteren Unterstützern. „Das Schönste an meinem Beruf ist, aus Ideen etwas entstehen lassen zu können, was Freude bereitet“, sagte er.
Sein Ehemann Andi Halamek-Weinert hatte für ihn einen Song mit dem Refrain „Du hast es Dir verdient“ komponiert. Gemeinsam mit einer von Musical-Darstellerin Kitty Bloch gesungenen Coverversion von John Lennons „Imagine“ bildete das Lied den musikalischen Abschluss des Festakts.








