KI braucht gute Führung
11. Kamingespräch im Landkreis Weilheim-Schongau

Landkreis Weilheim-Schongau, 29.07.2026, - red. - Rund 50 Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte sowie Fachleute diskutierten auf Gut Schörghof über den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unternehmen technologische Veränderungen erfolgreich gestalten und ihre Mitarbeitenden dabei einbinden können.
Rund 50 Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte sowie KI-Expertinnen und -Experten sind am 23. Juli 2026 zum elften Kamingespräch auf Gut Schörghof zusammengekommen. Die ausgebuchte Veranstaltung stand unter dem Titel „Führung zwischen KI-Dynamik und menschlicher Verantwortung“.
Veranstaltet wurde das Kamingespräch von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Weilheim-Schongau, dem BDS Oberbayern-West und Gut Schörghof. Nach der Begrüßung durch Hausherrin Annabel von Bechtolsheim und einleitenden Worten der Veranstalter eröffneten Dr. Sabine Muschik und Sabine Kerres den Abend mit einem fachlichen Impuls.
KI als Führungsaufgabe
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unternehmen die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz sinnvoll nutzen können, ohne dabei den Menschen aus dem Blick zu verlieren. Dabei wurde deutlich, dass nicht allein die Technologie über den Erfolg entscheidet. Entscheidend ist vielmehr, wie Unternehmen den damit verbundenen Wandel gestalten.
Erstmals fand im Rahmen des Kamingesprächs eine sogenannte Fishbowl-Diskussion statt. Bei diesem offenen Format konnten sich die Teilnehmenden jederzeit in das Gespräch einbringen. Moderiert wurde die Diskussion von Petra Weust.
Neben den beiden Referentinnen diskutierten Matthias Bechtold, Geschäftsführer der Günter Bechtold GmbH, und Dr. Korbinian Spann, Geschäftsführer der GLOMAS Deutschland GmbH, mit den Gästen. Sowohl erfahrene KI-Anwender als auch Unternehmen, die sich noch am Anfang der Beschäftigung mit Künstlicher Intelligenz befinden, brachten ihre Erfahrungen, Fragen und Perspektiven ein.
Chancen und Unsicherheiten im Mittelstand
Als zentrale Erkenntnis des Abends kristallisierte sich heraus, dass die Einführung von Künstlicher Intelligenz nicht nur ein technisches Projekt, sondern vor allem eine Führungsaufgabe ist. Führungskräfte müssten den Wandel aktiv gestalten, Orientierung geben und die Mitarbeitenden frühzeitig einbinden.
Die Teilnehmenden sahen für mittelständische Unternehmen unter anderem Chancen im Wissensmanagement, in der Softwareentwicklung, bei der Angebotserstellung und im Marketing. Zugleich wurden Unsicherheiten im Umgang mit der neuen Technologie deutlich.
Einigkeit bestand darin, dass KI den Menschen nicht ersetzen, sondern sinnvoll unterstützen soll. Voraussetzung dafür sei ein verantwortungsvoller Einsatz, der Innovation ermöglicht, Vertrauen schafft und sowohl die Unternehmen als auch ihre Mitarbeitenden weiterentwickelt.
Jedes Unternehmen braucht einen eigenen Weg
Die unterschiedlichen Perspektiven aus Handwerk, Industrie, Dienstleistung und digitalen Unternehmen zeigten, dass es keine allgemeingültige Lösung für den Einsatz von KI gibt. Jedes Unternehmen müsse einen eigenen Weg entwickeln, der auf einer klaren Strategie und einer Führung basiert, die Veränderungen aktiv begleitet.
„Die große Resonanz zeigt, wie hoch der Bedarf an praxisnahem Austausch zum Thema Künstliche Intelligenz ist. Besonders wertvoll war der offene Dialog zwischen erfahrenen Anwendern und Unternehmen, die sich erst auf den Weg machen. Genau dieser Wissenstransfer stärkt unseren Wirtschaftsstandort nachhaltig“, erklärte Wirtschaftsreferentin Simone Adelwart. Besonders wertvoll sei der offene Dialog zwischen erfahrenen Anwendern und Unternehmen gewesen, die sich erst auf den Weg machten.
Die Veranstalter zogen ein positives Fazit. Das nächste Kamingespräch ist bereits für den 12. November 2026 angekündigt.

