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Neujahrsempfang Wirtschaftsforum Oberland

„Das Oberland bietet eine hohe, zukunftsfähige und stabile Lebensqualität“

von Barbara Semelka

Wolfratshausen, 17. Januar 2014, „Netzwerken mit der Region“ mit Politikern, Führungskräften aus der Industrie, Handel, Gewerbe und Dienstleistung, Verbänden und Vereinen, Bildung und Gesellschaft hat sich das Wirtschaftsforum Oberland (WFO) mit Sitz in Bad Tölz auf die Fahnen geschrieben. Dass dieses Motto des WFO, das als Regionalmarketing-Initiative mit vielen Aktivitäten in Erscheinung tritt, aufgeht, beweist der nunmehr fünfte Neujahrsempfang. Im Krämmel-Forum in Wolfratshausen stellten sich am Donnerstag gut 150 Gäste aus vielen Bereichen ein.Reinhold Krämmel, Gastgeber und Vorsitzender des WFO-Aufsichtsrats, fasste seine Botschaften in Missionen zusammen. CSU-Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber verkündete, dass die Staatsregierung heuer kräftig in kommunale Infrastrukturen investiere. Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) wünschte sich weniger Schärfe bei Diskussionen um strittige Themen wie das Wasserkraftwerk auf dem Jochberg oder Standorten für Windräder.

Das Eis war schnell gebrochen unter den Gästen des Neujahrsempfangs. Dafür sorgten die Stehtische für ungezwungenes Wiedersehen und Kennenlernen, das 2013 mit dem Deutschen Rock- und Pop-Preis ausgezeichnete Duo „Stairway to the moon“ mit Maxi Wagner und Lukas Wolf, aber auch das feine Büffet von Caterer Schmid-Bäck aus Geretsried.

Die Reden waren kurz und knackig wie das Grußwort des Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhold Krämmel und seine Missionen: „Unsere Region Münchner Oberland bietet uns eine hohe, zukunftsfähige und stabile Lebensqualität. Mit unseren Kommunen, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und Institutionen sichern wir ausgewogen und zukunftsorientiert unsere vielfältigen Standortfaktoren. Wir sind stolz auf unsere Region und auf unsere gemeinsame Identität. Hierfür setzen wir uns alle gemeinschaftlich, engagiert und verantwortungsbewusst ein. Gastfreundschaft und Offenheit zeichnen unsere gesund wachsende Region aus.“ Diese Worte erhielten von den Gästen genau so kräftigen Applaus wie die Missionen, die Krämmel für das WFO vortrug: „Warum werden wir, das Wirtschaftsforum heute und morgen dringend gebraucht? Wir sind ein Netzwerk von Gebietskörperschaften, Unternehmen, Verbänden, Bildungseinrichtungen und Institutionen in der Region Münchner Oberland. Gemeinsam engagieren wir uns für eine zukunftsfähige und starke Wirtschaft. Dies ist unser Beitrag für eine positive Entwicklung mit hoher Lebensqualität im Süden Münchens. Hierfür tauschen wir uns aus und fördern uns gegenseitig. Wir arbeiten bei übergeordneten Aufgaben zusammen und treten gemeinsam auf. Der Aufbau der regionalen Dachmarke ´Münchner Oberland – pure Lebensqualität` ist uns ein zentrales Ziel. Durch eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit werden der Einzelne und die Gemeinschaft gestärkt.“

Zuvor begrüßte Krämmel namentlich einige Bürgermeister wie Cornelia Irmer aus Geretsried, Helmut Forster aus Wolfratshausen, Josef Janker aus Bad Tölz, Thomas Gründl aus Bad Heilbrunn und andere, den Tiroler Bezirkshauptmann Karl Mark, Vertreter von Ämtern, der Arbeitsagentur Rosenheim, des BBV sowie Professor Dr. Wolfgang Seiler, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Energiewende Oberland und viele nicht namentlich genannte Förderer und Freunde des WFO.

Die Steuereinnahmen sprudeln, es herrscht fast Vollbeschäftigung, aber auch Fachkräftemangel

CSU-Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber hielt eine engagierte Rede. Die Steuereinnahmen sprudelten, es herrsche fast Vollbeschäftigung. Doch es mache sich allmählich Fachkräftemangel bemerkbar – auch im Landkreis. Als „Sauerei“ titulierte er den mit 4,3 Milliarden Euro viel zu hohen Länderfinanzausgleich, den Bayern zu zahlen habe. Er versprach, dass Bayern zum „führenden IT-Standort in Europa werden soll“. Deshalb investiere die Staatsregierung 1,5 Milliarden Euro in den Breitbandausbau; finanzschwache Kommunen würden mit bis zu 90 Prozent gefördert. „Die Kommunen werden weiter gestärkt. Das hat sich die Staatsregierung aufs Panier geschrieben.“ Kurz erörterte Bachhuber die S-Bahnverlängerung nach Geretsried: „Sie muss kommen, doch Wolfratshausen muss damit leben können. Dafür werde ich mich einsetzen.“

„Wir müssen gemeinsam das große Ziel Energiewende erreichen.“

Landrat Josef Niedermaier wünscht eine konstruktive Kommunikation bei den Planungen für Windräder oder dem Wasserkraftwerk auf dem Jochberg. „Wir sollten zu der Kultur zurückkehren, bei solch schwierigen Themen offen und ehrlich miteinander zu reden.“ Freilich sei es wichtig, die Bürger rechtzeitig zu informieren, „sonst erleiden solche Projekte garantiert Schiffbruch“. In Sachen Wasserkraft sei die Region Oberland eben schlichtweg kompetent. „Wir müssen gemeinsam das große Ziel Energiewende erreichen.“ Er wünsche sich für künftige Treffen und Diskussionen, dass jeder Beteiligte die Anliegen des anderen anhöre. Dafür erhielt der Landrat zustimmenden Applaus.

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WirtschaftsForum Oberland e.V.

Fotos: © Beate Mader www.foto.visionhochdrei.de