WOLFRATSHAUSEN

Viele Besucher auf der Iloga 2013 bei herrlichem Frühlingswetter

Von Andrea Weber

Wolfratshausen, 15.4.2013 - Nach drei Tagen Messebetrieb (12. bis 14. April) in der Flößerstadt Wolfratshausen, ziehen Messe-Betreiber und Bürgermeister Helmut Forster positive Bilanz. Noch stehen die Zahlen nicht konkret fest, aber alles spricht dafür, dass mehr Besucher gekommen waren, als auf der Iloga im Jahr 2011.

Vor zwei Jahren waren rund 8000 interessierte Messegäste gekommen. Heuer stellten 150 Unternehmen aus Handel, Dienstleistung und Handwerk aus. Auch wenn am Freitag wegen einer Kommunikationspanne zwischen Veranstalter und Rednern die ersten drei Vorträge ausfallen mussten und weder auf der Webseite des Veranstalters noch in der Messebroschüre die Uhrzeiten der Veranstaltungen angegeben waren: Die ganztägigen Vortragsreihen wurde an den drei Messetagen zu den Themen „Gesund leben“, „Bildung“, „Neubau und Sanierung“, „Energieberatung“ sowie „Wohnen und Einrichten“ sehr gut angenommen. Die Aussteller machten die Veranstalterpannen wieder wett, mit  informativen und aufwendig gestalteten Ständen, in denen sie ihre Leistungen und Produkte zur Schau stellten.

Eine Verbrauchermesse wäre keine Leistungsschau, würde es dort nicht dauernd etwas zu sehen und zu erleben geben. So zeigten die Handwerksbetriebe, wie sie ihre Arbeit machen. Zum Beispiel konnte man zusehen, wie Beschriftungen angebracht werden, es wurde restauriert, repariert und erneuert.

Vogelwilde Sofortkunst

Ein großer Anziehungsmagnet war natürlich der „vogelwilde“ Stand des bekannten Tölzer Künstlers Hans Langner alias „Birdman“. Drei Tage war der Künstler vor Ort und lud die Besucher zu sich an seinen Basteltisch ein, mit ihm zusammen Federviecher zu kreieren. „Aus allem wird ein Vogel, man muss nur machen“, sagt er. Langner nennt diese Kunst „Instant Art“, das heißt soviel wie: „Sofortkunst ohne langes Nachdenken“. Auf seinem Tisch lagen tausend ausrangierte Dinge, wie alte Schuhspanner, Wäscheklammern, Farbrollen, Kochlöffel. „Aus eigenem mitgebrachten Fundus“, wie der Künstler verrät. Bereits am Samstagnachmittag waren rund 100 gebastelte Vögel an den wandgroßen Fotografien von Wolfratshausen befestigt. „Hallo Birdman!“ sagen die Kinder zu ihm und Langner muss sie weder lange bitten noch anweisen. „Kinder sind das tollste überhaupt, sie sind so kreativ und sehen sofort, was sie aus den Gegenständen machen können.“

Ehrung der drei Jugendlichen Sascha Jakisch, Christopher Eber und Jaqueline Ries für ihre Zivilcourage

Am Samstagnachmittag war einiges am Messestand der Stadt Wolfratshausen geboten. Zuerst präsentierte eine Tanzgruppe eine poppige Performance. Im Anschluss wurden vor vielen Zuschauern die drei Jugendlichen Sascha Jakisch, Christopher Eber und Jaqueline Ries durch Bürgermeister Helmut Forster und Kulturreferent Wiggerl Gollwitzer geehrt. Forster bewunderte die große Zivilcourage der Jugendlichen, die einer Frau am Wolfratshausener Bahnhof vor den aggressiven Attacken eines Betrunkenen bewahrt hatten. „Wir wissen, dass diese Handlung heutzutage nicht selbstverständlich ist. Von den vielen Passanten am Bahnhof kam Euch nur einer zu Hilfe.“ Für diesen Mut bekamen sie je eine Eintrittskarte für das Flussfestival und von der Loisachtaler Bauernbühne die Verpflegung dazu.

Das Highlight am Sonntag waren schließlich „Hubert und Staller“, die nicht als Schauspieler vor Ort ermittelten, sondern einmal ganz privat als Christian Tramitz und Helmfried von Lüttichau den Messebesuchern Rede und Antwort standen und fleißig Autogramme vergaben.