Franz-Marc-Museum, Kochel am See
Ausstellung "Tierschicksale"
Marcs Lektüre der Legende vom Heiligen Julian von Flaubert motivierte ihn zu Illustrationen dieser Novelle, die direkt zu Marcs wichtigem Gemälde Tierschicksale (1913) führten. Paul Klee spielte in diesem Zusammenhang als Freund, Ratgeber und schließlich Restaurator des nach dem Tod des Freundes schwer beschädigten Gemäldes eine wichtige Rolle.
In der Ausstellung werden die Zeichnungen, die Aquarelle und Gemälde präsentiert, die die Lektüre Flauberts durch Marc spiegeln. Daneben umfasst sie Werke aus der Sammlung des Franz Marc Museums, die in diesem Zusammenhang stehen. Dazu gehören nicht nur illustrierte Postkarten Marcs und Klees, sondern auch die abstrakten Werke Franz Marcs, die das eigentlich von ihm erstrebte spirituelle Sein spiegeln. Dies sind die neuen Bilder, die Franz Marc Paul Klee nach dem Krieg, den er nicht überlebte, versprochen hatte.
Grundlage für die Ausstellung sind die Forschungen von Cathrin Klingsöhr-Leroy und Barbara Vinken, die sich mit der Interpretation der Novelle Gustave Flauberts durch Franz Marc beschäftigten. Die Essays sind in einer bibliophilen Publikation veröffentlicht, die vom Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris herausgegeben wurde. Das Buch, das zur Ausstellung angeboten wird, umfasst auch den Text der Novelle Flauberts in deutscher und französischer Sprache.
Veranstaltungsort
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