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14.12.2014
17:00Uhr

Konzerte

Konzert

Sonntag, 14. Dezember 2014, 17 Uhr

Pfarrkirche St. Joseph Tutzing; Kirchenstr. 10

Claudio Monteverdi (1567-1643): Marienvesper (Vespro della Beata Vergine)

Kirchenchor St. Joseph, Tutzing

Choeur du soleil, Wien

Ensemble mit historischen Instrumenten

Solisten: Martina Daxböck, Anna Kargl, Martina Hübner, Bernd Fröhlich, Wilfried Rogl, Matthias Haid, Helmut Pohorec

Leitung: Helene von Rechenberg

Eintritt: 20 Euro / 15 Euro, Schüler/Studenten 10 Euro



Mit der „Marienvesper“ bricht Monteverdi auf in eine neue Zeit


Ein Leckerbissen für die Freunde imposanten Chorklangs kündigt sich in Tutzing an: Claudio Monteverdis  "Marienvesper" gilt als das prächtigste und "früheste der wirklich bedeutsamen großen Werke abendländischer Kirchenmusik“, wie der Dirigent Helmuth Rilling festgestellt hat. Neben Händels „Messias“ und der h-Moll-Messe Bachs gehöre sie zu den Höhepunkten geistlicher Kompositionen. Mit diesem - italienisch - „Vespro della Beata Vergine“ markierte Monteverdi (1567–1643) den Aufbruch in eine neue Zeit, den Übergang vom Alten (der Renaissance) zum Neuen (dem Frühbarock). So verknüpfte er etwa zum ersten Mal geistliche und weltliche Musik, ein damals unerhörter Vorgang. Sein bahnbrechendes Werk verhalf Monteverdi 1610, von der ungeliebten Stellung als Chefmusiker am Hofe der Gonzaga in Mantua wegzukommen und den Posten des Kapellmeisters des Markusdoms in Venedig zu erlangen, wo er während seiner 30-jährigen Tätigkeit der berühmten venezianischen Doppelchörigkeit zur Blüte verhalf. Drei Jahre zuvor hatte er bereits die erste Oper der Musikgeschichte, „Orfeo“, komponiert.

Mit der Wucht ihrer sechs-, acht-, ja sogar zehnstimmigen Chorteile ist die „Marienvesper“ prädestiniert, dem Publikum ungewöhnlichen Hörgenuss zu vermitteln. Das gesamte Werk ist geprägt vom Wechsel zwischen Chorpassagen und  Abschnitten für Gesangssolisten, die folgende sieben Barock-Spezialisten aus Wien übernehmen: Martina Daxböck, Anna Kargl, Martina Hübner, Bernd Fröhlich, Wilfried Rogl, Matthias Haid und Helmut Pohorec. So ist der Tutzinger Kirchenchor St. Joseph auch eine Kooperation mit dem Wiener "Choeur du soleil“ eingegangen, den Gerlinde Bachiger leitet. Beide singen die „Marienvesper“ am 7. und 8. Dezember bei Konzerten in Wien und am 14. Dezember unter der Leitung von Helene von Rechenberg in Tutzing. Ein Ensemble mit historischen Instrumenten wie Zinken, Posaunen, Streichergruppen oder Theorben sorgt für die musikalische Basis der Aufführung.

Bemerkenswert ist, dass ein Chor aus Tutzinger Jugendlichen die „Sonata sopra Sancta Maria“ gestaltet. Mit zarten Stimmen besingen die Mädchen die heilige Maria - in ständig wechselnden, rhythmischen Variationen. Sehr beliebt bei Musikfreunden ist der Hymnus „Ave maris stella“ („Meerstern, sei gegrüßet“). Er glänzt durch seine wunderbar melodiöse Form und vermittelt den Zuhörern quasi bereits einen Blick ins Paradies. Immer wieder sind in dem Werk Doxologien zu hören, Lobpreisungen an Gott („Gloria Patri“).  So könnte man sich beim Konzert ein wenig in den Markusdom von Venedig versetzt fühlen, für den Monteverdi die „Marienvesper" komponiert hat.


Vorverkauf:

Pfarrbüro St. Joseph, Tutzing (Kirchenstr. 10, 08158 / 99 33 33)

Buchhandlung Held, Tutzing (Hauptstr. 70, Tel. 08158 / 83 88

Tourismusbüro Tutzing (Leidlstr. 1, Tel. 258 850)


Veranstalter: Pfarrei St. Joseph, Tutzing

Kirchenstraße 10

82327 Tutzing

www.st-joseph-tutzing.de

Tel. 08158 / 99 33 33



Für die Inhalte der Veranstaltungen tragen die jeweiligen Veranstalter die Verantwortung.

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