Baldiger Lückenschluss des Loisach-Radweges in Sicht?
Oberland.de sprach mit Bürgermeister Michael Bromberger aus Eurasburg über den aktuellen Planungsstand des letzten, fehlenden Streckenabschnittes des Loisach-Radweges zwischen Eurasburg und Penzberg.
Bürgermeister Michael Bromberger aus Eurasburg und sein Amtskollege Hans Mummert aus Penzberg haben sich zum Ziel gesetzt, das Projekt „Lückenschluss des Loisach-Radweges zwischen Eurasburg und Penzberg“ bis 2014 zu realisieren. Konkret geht es dabei um nur sieben Kilometer, die auf dem 130 Kilometer langen Radweg vom Loisach-Ursprung bei Leermoos bis zur Loisachmündung in die Isar bei Wolfratshausen, noch fehlen.
Die Planung und Fertigstellung dieses Wegeabschnittes liegt nicht nur den beiden Gemeinden am Herzen, sondern es ist auch ein Anliegen des deutschen Fahrradverbandes. Erst wenn diese sieben Kilometer lange Lücke geschlossen wird, kann der neue oberbayerische Radweg ins deutsche Radwegenetz aufgenommen werden und bekommt einen offiziellen Namen. Bürgermeister Bromberger geht es dabei weniger um den touristischen Nutzen, „wir haben hier kaum welchen“, vielmehr um den Erholungswert der Einwohner, um die Verkehrssicherheit von Kindern oder um neue Möglichkeiten für den Freizeitsport, wie etwa Fahrbahnen für Rollerblader. „Wenn dann noch die Gastronomie, die direkt an dieser Wegstrecke liegt, einen Nutzen davon trägt, ist das ja nur positiv“, findet Bromberger.
Deshalb besteht zurzeit ein großes Interesse beider Kommunen mit den Planungen zügig zu beginnen. Die Erstellung des Bauplans samt Genehmigungen soll voraussichtlich noch 2011 abgeschlossen werden. „Wir haben alle Behörden und Grundstückseigentümer auf unserer Seite“, weiß Bromberger, daher dürfte es keine Verzögerungen geben und einer Zusage von staatlichen Fördermitteln stünde auch nichts im Wege, hofft der Bürgermeister. „Das sind Mittel die für den öffentlichen Straßenbau verwendet werden. Es ist auch ein öffentlich-staatliches Interesse staatsstraßenbegleitende Radwege zu erschließen.“ Kosten, die darüber hinaus gehen würden, will Bromberger aus der eigenen Gemeindekasse finanzieren. „Das sind dann jedoch freiwillige Zahlungen, die nicht wieder zu erbringen sind.“ Trotzdem ist Michael Bromberger sicher „Für dieses Projekt besteht bei uns im Ort großes Interesse.“ Sollte nun alles im Zeitrahmen klappen, dann könnte mit dem Bau 2012 begonnen werden. Das heißt: 2013 hätte das Oberland einen neuen durchgängigen Radweg, befestigt und asphaltiert, gut beschildert mit einheitlichem Wegweiser-System und Kilometerangaben, weg von den verkehrsreichen Bundesstraßen und dafür mittendrin in einer wunderbaren Voralpenlandschaft.


