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Fünftes Münsinger Ochsenrennen – Festtage in Vorbereitung

Fünftes Münsinger Ochsenrennen (23.-26.8.2012) – Festtage in Vorbereitung 

von Andrea Weber

Mr. Charly Brown ist ein Murnau-Werdenfelser. Kein gewöhnliches Rindvieh – nein, Charly Brown ist ein Rennochse und wird am Sonntag, den 26. August, gegen 21 schwergewichtige Konkurrenten an den Start gehen. Das Münsinger Ochsenrennen ist zu einem über die Grenzen Südbayerns hinaus bekannten Spektakel geworden. Zum Rennsonntag werden wieder mehr als 10.000 Besucher in dem kleinen Dorf am Starnberger See erwartet.

Trainingsabend mit den Ochserern

Seit 1996 schicken die hiesigen Bauern, im Turnus von vier Jahren, ihr Vieh ins Rennen. Es erinnert ein wenig an amerikanisches Rodeo, wenn die Kolosse mit durchschnittlich 600 Kilogramm Körpergewicht in den Startboxen warten und ihre Jockeys – Ochserer genannt –  breitbeinig über ihnen auf den Holzrahmen stehen, um sich blitzschnell am Brustgurt des Ochsen festzuklammern, wenn das Tier durch den Startklaps auf den Allerwertesten wie ein wildgewordener Stier losrennt – vorausgesetzt „er mog“, sagt Ela Sappl. Sie ist eine der vier Mädel-Ochserer, die sich gegen die Männerwelt am kommenden Sonntag auf der 120 Meter langen Rennstrecke in der Naturarena an der „Krummleitn“ behaupten will.

Vier Mädel-Ochserer zeigens 18 g‘standne Buam

Zum Trainingsrennen an diesem Abend hat sich die örtliche Presse angemeldet und ein Kamerateam von SAT1 hält das Proberennen der mehr und weniger störrischen Viecher fest. Ela Sappl mit Mr. Charly Brown, Amelie Bernlochner mit Malibu und Evi Mair mit Luggi sind zum Training gekommen. Kathi Strobl, die vierte in der Mädlrunde, hat bereits am Vortag mit ihrem Idefix geprobt. „Die Madl ham doch gega uns Männa koa Choas“, sagt Günther Breiter mürrisch schmunzelnd – er meint das zu wissen, war sein Ochse vor vier Jahren immerhin das Gewinner-Tier.

Beim ersten Trainingslauf dominieren die Madln

Doch schon beim ersten Trainingslauf dominiert die Damenwelt und zeigt, dass sie durchaus ernst zu nehmende Konkurrentinnen auf dem Rinder-Rennplatz sind. Während das Braunvieh „Bot-Ox“ von Jockey Paul Sedlmair, Schauspieler von Beruf und derzeit als Polizeimeister Riedl in der Krimiserie „Hubert & Staller“ zu sehen, schon nach wenigen Metern bockt, galoppiert Ela auf ihrem wildgewordenen Mr. Charly Brown pfeilgerade Richtung Ziel, wo der volle Futtereimer wartet. „Meiner mog a Müsli für Rindviecher“, verrät die junge Münsingerin und Evi verrät, dass ihr Luggi besonders die Frühäpfel liebt. Jeder Jockey hat freilich sein eigenes Doping-Rezept. Und weil „die Viecher des wissen, „rennans a““, erklären die Mädels.

Großereignis mit Frühschoppen, Festzug, Ochsenball und spektakulärem Ochsenrennen

Das Münsinger Ochsenrennen ist ein Großereignis für das kleine Dorf am Starnberger See. Drei Tage am Stück wird gefeiert mit Frühschoppen, Festzug und Ochsenball, bis am vierten Tag das spektakuläre Rennfinale stattfindet, an dem die fesch geschmückten Tiere traditionell vom Dorfplatz in einer Prozession mit vielen Zuschauern in die Arena einziehen werden.

Wir von Oberland.de drücken vor allem den Mädels fest die Daumen, dass sie zum ersten Mal nach 16 Jahren gewinnen sollen und allen anderen Tieren und Reitern „Hals und Beinbruch“, damit bei diesem nicht ungefährlichen Gaudirennen, nichts passieren wird.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie unter www.ochsenrennen.de

Fotos: Andrea Weber, Fenny Rosemann


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