Das Magazin für das Bayerische Oberland

Serie: Von Bad Bayersoien nach Venedig

Mit dem Fahrrad auf den Spuren alter Handelsstraßen

11. Etappe, 22.8.2013: Verona

  • Fahrtzeit: 3 h
  • Tageskilometer: 51

Bei unserer Abreise unterhielten wir uns mit der Campingplatzbesitzerin, die wegen der aktuell in Rom diskutierten Gesetzesvorlagen gerade schlecht gelaunt war. Zur Beruhigung überließen wir ihr das von uns sehr geschätzte Buch über „Die Diktatur der Gutmenschen“ von Boris Grundl.

Wir fuhren entlang des Gardasees der Mittagssonne entgegen. Die Straße verlief hügelig (dennoch nichts im Vergleich zu den Bergen...), die Sonne stand gut und warf lange Schatten, sodass wir zügig vorankamen. In Lazise verabschiedeten wir den Gardasee feierlich mit einem Eisbecher. Weiter ging es auf Hauptstraßen Richtung Verona. Glück gehabt: Rechtzeitig entdeckten wir das „Autostrada“-Schild. Je weiter wir ins Ladensinnere vordrungen, umso heisser wurde es. Ohne ein Lüftchen fuhren wir bei 35° C in Verona ein. Verona war der letzte große Routenpunkt auf altrömischen Handelswegen aus dem Norden. Hier  liefen sowohl die Via Claudia Augusta sowie auch die Via Rhaetia hindurch: Endstation Rom, da es Venedig zu dieser Zeit noch nicht gab.
Heute Nacht spielte Ennio Morricone in der Arena zu Verona. Wir schlenderten zufrieden durch den lauen Abend und die engen Gassen. Bei Wein lauschten wir den epischen Klängen aus dem antiken Amphitheater.