Benefizveranstaltung der Bayerischen Stiftung Hospiz in der Murnauer Kaffeerösterei
von Fenny Rosemann
Murnau, 25.1.2012 – In der gut besuchten Murnauer Kaffeerösterei fand vergangenen Sonntag die Benefizveranstaltung der Bayerischen Stiftung Hospiz mit einer Vernissage der Münchener Künstlerin Naomi Lawrence statt. Die Schauspielerin und Mentorin der Stiftung, Ilona Grübel, führte die Versteigerung zu Gunsten der Bayerischen Stiftung Hospiz durch.
Thomas Eckel ist Kaffeesommelier und Qualitätsbegutachter für Bohnen. Eckel betreibt als Eigentümer die Murnauer Kaffeerösterei mit seiner Familie. Mit seinem Kaffeeverkauf unterstützt er die Benefizarbeiten.
Auf den Kaffee gekommen ist Eckel bei einer Reise mit seinem Vater nach Hawaii. Dort hat er auf einer Kaffeeplantage das erste Mal exzellenten Kaffee getrunken „hasselnussig, mandelig, samtig im Nachgang“. Daheim hat er dann vergeblich nach dem gleichen Kaffeegeschmack gesucht. Das hat ihn auf die Idee gebracht, den Kaffee selbst zu importieren – direkt von der Kaffeeplantage. Um sein Wissen um den Kaffee zu erweitern, hat er eine Ausbildung zum Kaffee-Expertenbauer und Diplom-Kaffee-Sommelier bei Prof. Edelbauer in Wien abgeschlossen. Beim Aufbau des Kaffeehauses hat Eckel viel Unterstützung erfahren und unterstützt nun auch selbst. Hilfsbereitschaft hat er auch von seinem Vater gelernt, der Freunde auf dem letzten Lebensweg ein bis zwei Stunden täglich begleitete. Dies ist für Eckel der Grund und die Motivation, anderen zu helfen. Seine Kaffee-Dosen sind mit Motiven der Künstlerin Lawrence bemalt. Einen Teil der Einnahmen aus dem Verkauf der Dosen erhält die Bayerische Stiftung Hospiz.
Tucholskischer Bulldackel? Ramsacher Fuchspinscher? Krawackel? Murnauer Lachdackel?
„River Deep – Mountain High“ heißt das Bild, das Lawrence der Benefizveranstaltung zur Verfügung gestellt hat. Es ist mit Acryl auf einen Original-Kaffeesack aus Jute bemalt. Die Schauspielerin und Mentorin der Stiftung, Ilona Grübel führt durch eine kurzweilige und gelungene Auktion. „Was ist das für ein Tier auf dem Bild?“ will sie vom Publikum und der Künstlerin wissen. Die Zuschauer und Grübel entwickeln kreative Ideen: „Hund? Tucholskischer Bulldackel? Ramsacher Fuchspinscher? Krawackel? Fuchs? Reinrassiger Mischling der mit seinen Schneestiefelchen läuft? Murnauer Lachdackel?“. Was meint die Künstlerin? „A Hund! Besonders die Farbe, das Rot ist wichtig. Das pralle Leben und die Bewegung ist wichtiger als die Form.“
Den Zuschlag für „River Deep – Mountain High“ erhalten Klaus Kroekel und Anna Seubert, die im Anschluß an die Versteigerung die Zuschauer mit einem Konzert irischer Volksmusik erfreuen. Auch die gesammelten Spenden aus dem Konzert erhält die Bayerische Stiftung Hospiz.
Sterben in das Leben einbinden – Die Bayerische Stiftung Hospiz
„Der letzte Weg gehört begleitet. Das ist die Aufgabe der Bayerischen Hospiz“ erklärt Dr. Thomas Binsack (Vorsitzender des Stiftungrates, Chefarzt der Palliativstation St. Johannes von Gott Krankenhaus der Barmherzigen Brüder München). Die Stiftung will Menschen in Institutionen fördern, damit sie Schwerkranke auf ihrem letzten Lebensweg begleiten können.
Vier engagierte Institutionen sind Gründer der Bayerischen Stiftung Hospiz: der Freistaat Bayern, der Bayerische Hospizverband, der Christopherus-Hospizverein und der Orden der Barmherzigen Brüder. Ziel der Stiftung ist, die Hospizidee und die Palliativmedizin in der Gesellschaft zu verankern und ein helfendes Netzwerk für Schwerkranke und Sterbende aufzubauen. Aktuell existieren mehr als 40 Krankenhausstationen in Bayern, die zum Ziel haben, Schwerkranke dahingehend zu behandeln, dass sie zuhause weitergepflegt werden können. Darüberhinaus gibt es stationäre Hospize, beispielweise in Polling bei Weilheim. Hier werden Sterbende betreut, wenn für sie die Betreuung zuhause nicht mehr möglich ist.
Die Hospizarbeit wird von vielen engagierten Bürgern und Bürgerinnen ehrenamtlich geleistet. Die Förderung des Ehrenamtes, der Aus- und Weiterbildung sind wichtige Bausteine in der Hospizarbeit. Auch davon lebt diese Idee.
Barbara Hörber (Stiftungsvorstand der Bayerischen Hospiz) führte durch die Veranstaltung.
Ausstellung Naomi Lawrence
Die Ausstellung von Naomi Lawrence ist noch weitere vier Wochen in der Murnauer Kaffeerösterei zu sehen.
Hier können Sie für die Bayerische Stiftung Hospiz spenden.
Fotos: Thomas Eckel


