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Bruderschaftsfest in Eurasburg

von Fenny Rosemann

Eurasburg, 5.6.2011 - Am Sonntag feierte Eurasburg das jährlich stattfindende Bruderschaftsfest. Mit prächtigen Blumengestecken, Pfingstrosen und Fahnen war die Eurasburger Schlosskirche festlich geschmückt.

Den Festgottesdienst hielt Pfarrer Tadeusz Czarnocki in der gut besuchten Kirche. In seiner Predigt griff der Pfarrer den Wahlspruch der Bruderschaft auf „Gib acht, dass du dich nicht mit der Zunge versündigst.“ Die ehemalige Besitzerin von Schloss Eurasburg, Anna Maria Gräfin von Hörwarth, gründete die Bruderschaft nach einem Streit zwischen ihrem Mann, dem Freiherrn Ferdinand Josef von Schrenk und dem Prälaten von Stift Eurasburg als Zeichen der Versöhnung. Die Bruderschaft ist dem heiligen Nepomuk gewidmet, dem Schutzpatron der Verschwiegenheit.

Gründung der Bruderschaft zu Mozarts Lebzeiten

Für die musikalische Umrahmung sorgte, unter der Leitung des Chorleiters Matthias Bauernfeind, der Eurasburger Kirchenchor und das Orchester mit der „Missa brevis“ G-Dur von Wolfgang A. Mozart. Im Jahr 1762 wurde die Eurasburger Bruderschaft „Johann von Nepomuk“ gegründet – genau zu Mozarts Lebzeiten, dieser wurde 1756 geboren.

Prozession führt durch Schloss Eurasburg

Die anschliessende Prozession führte an drei Stationen zum Schloss Eurasburg und um die Schlosskirche. An den festlich geschmückten Altaren segnete der Pfarrer die Gemeindemitglieder. Segenssprüche, Gebete und Lieder begleiteten die Zeremonie. Die örtlichen Vereine nahmen in ihren Trachten und Festtagsgewändern am Festumzug teil, u.a. der Trachtenverein, die Blaskapelle Eurasburg, die Schützenvereine, die Freiwillige Feuerwehr und der Kirchenchor.

Zünftiger Frühschoppen mit Blasmusik

Wie auch bereits beim kirchlichen Umzug spielte die Blaskapelle Eurasburg zum zünftigen Frühschoppen auf. Bei schönstem Wetter ließ sich unter den schattigen Bäumen direkt an der Schlosskirche mit einer Mass Bier und einer bayerischen Brotzeit der schöne Sonntag und das Feiern der Bruderschaft genießen.

Fotos: Johannes Heindl, Fenny Rosemann

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