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Eurasburger Blaskapelle präsentiert traditionelles Ostersonntagskonzert

Zum Ostersonntag werd aufgspuit

Von Andrea Weber

Eurasburg, 8.4.2015 – Seit vielen Jahren lädt die Eurasburger Blaskapelle zum traditionellen Ostersonntagskonzert in die Franz-Ziegler-Halle in ihren Heimatort ein. Für das Laien-Ensemble ist dieser Auftritt der alljährliche Höhepunkt und eine Herausforderung für jeden einzelnen Musiker. Dafür wird geübt, geprobt und alles im Detail vorbereitet. Anerkennung für ihre gute Leistung bekamen die Bläser von den zahlreichen Gästen, darunter Musikerkollegen mit Familien von der Münsinger, Degerndorfer, Tanninger und Holzhausener Blaskapelle und vom Trachtenverein Solln, bei denen die Eurasburger gelegentlich „aufspuin“.

An Gemütlichkeit mangelte es nicht, denn hier kennt man sich, da wird schulterklopfend begrüßt, gefragt wie es „da Muata geht“, wer krank oder g‘sund ist und was so los war im vergangenen Jahr. Liebevoll hatte man die Sporthalle dekoriert. An weiß gedeckten Tischreihen kullerten Schokoladen-Ostereier zwischen den Biergläsern umher und an den Kletterwänden hingen ausrangierte Posaunen, Tuben und Hörner. „Hearst des ned, wia die Zeit vergeht“, mit diesem wunderbaren Liedtitel von Hubert von Goisern begrüßte Martin Dürr, der Vereinsvorsitzende der Eurasburger Blaskapelle die zahlreichen Gäste, unter ihnen natürlich die amtierenden Bürgermeister Eurasburgs, Rathaus-Chef Moritz Sappl und sein Kollegen sowie Vorgänger Michael Bromberger. 

Anspruchsvolles Musikprogramm
Ostern ist schließlich das wichtigste Kirchenfest im katholischen Glauben, es wird die Auferstehung Christis gefeiert. Dafür haben die Eurasburger Blasmusiker auch fleißig geprobt. Ton und Einsatz passten und der Ablauf des Abends ist ihnen richtig gut gelungen. Sie haben ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, vom Marsch bis zum amerikanischen Schlager aus der Nachkriegszeit. Den musikalischen Ablauf haben sie zwischendurch mit Witzeleien und Anekdoten über Land und Leute gespickt und vor jedem Stück eine kurze Einführung über den Komponisten vorbereitet. Denn „kenna duat ma die Lieda alle, aber wissen damma nix Genaueres“, so die Meinung der Musiker. Wie zum Beispiel, dass das finnische Stück „Finlandia“, mit dem sie nach der Fest Ouvertüre das Programm eröffneten, ein symphonisches Gedicht ist, das die Weite und die Natur dieses skandinavischen Landes widerspiegelt und eigentlich die „heimliche Nationalhymne Finnlands“ sei.

Ein gemütlicher Abend unter Freunden
Kurzweilig, lustig, gemütlich ging‘s so weiter, mit einem bunten Programm aus dem „Posaunistenglanz“ von Willy Lange, mit den Walzern „Sagen aus Alt-Innsbruck“ und „Träumereien“ und zwei Polkas „Prager Gassen“ und „Herztöne“ sowie den berühmten US-Schlagern „Just a Gigolo“ und „Bad, Bad Leroy Brown“. Das war ein stimmungsvoller Abend unter Freunden, an einem Tag, an dem man feiern soll.

Fotos: Andrea Weber