Neuauflage und Abschied vom Bühnenstück „Aufstand“ – die Sendlinger Mordweihnacht
Wolfratshausen, 4.7.2013 (red) - Der Geretsrieder Günter Wagner ist nicht nur Flussfestival-Organisator, er ist auch der Autor des bayerischen Bühnendramas mit der Musik von Konstantin Wecker „Aufstand“ – Die Sendlinger Mordweihnacht. Das knapp zwei Stunden lange Theaterstück wurde 2012 auf dem Geretsrieder Kulturherbst mit großem Erfolg uraufgeführt (wir berichteten, mehr…). Heuer gibt es auf dem ersten Flussfestival in Wolfratshausen eine Neuauflage. Auf einer schwimmenden Bühne, die Loisach und das Ufer miteinbezogen, werden in den Hauptrollen wieder die Schauspieler Winfried Frey, Andreas Borcherding und Isabella Leicht unter der Regie von Harald Helfrich in drei Aufführungen (19., 20., 21.7.) zu sehen sein. Oberland.de sprach mit dem Bühnenautor Wagner.
Oberland.de: Stellt die schwimmende Bühne auf der Loisach eine besondere Herausforderung für die Aufführung dar?
Günter Wagner: Natürlich, das Bühnenstück wird ganz anders werden als im vergangenen Jahr im Zelt. Das macht allein schon die Atmosphäre im Freien aus. Wir werden – sofern das Wetter mitspielt – lange Tageslicht haben. Zudem gibt es ja keinen Backstage-Bereich hinter der Bühne. Wir werden wohl die Schauspieler mit dem Boot hin und her rudern lassen. Da ist noch zu überlegen, wie wir das geschickt einbauen.
Licht, Fluss und Ufer. Ist das die Kulisse?
Auf der Flussbühne wird natürlich eine Kulisse aufgebaut, da die Handlung in einer Bauernstube spielt, aber die Lagerszenen, die Flussszene und die Schlachtszenen werden auf der Uferwiese spielen. Ich stelle mir vor, dass wir dort Fackeln brennen lassen und somit die Zuschauer das Gefühl bekommen, mitten im Geschehen zu sitzen.
Wird Konstantin Wecker erwartet?
Ich habe ihn selbstverständlich eingeladen, aber leider hat er an dem Wochenende einen Auftritt und kann nicht kommen.
Spielt die gleiche Besetzung und führt Harald Helfrich wieder die Regie?
Ja. Ab dem 13. Juli wird übrigens täglich vormittags vor Ort geprobt. Am 16. Juli gibt es die erste Hauptprobe am Abend und am 18. Juli ist Generalprobe.
Dann ist in Kürze immer was los auf der Bühne.
So kann man es sagen.
Was passiert, wenn es während der Aufführungen regnet?
Es muss schon richtig stürmen oder ein Gewitter geben, dann werden wir unterbrechen. Sollte es nur regnen, werden alle drei Vorstellungen gespielt, denn die Bühne sowie die Publikumstribüne sind ja überdacht.
Gibt es Live-Musik dazu?
Nein, das geht ja nicht, da es ja acht Lieder von Konstantin Wecker sind.
Und wie sieht das Finale nach zwei Wochen Flussfestival aus?
Das Flussfestival endet am 21. Juli nach der dritten Aufführung des „Aufstands“ mit einem großen Feuerwerk und der Musik von Konstantin Wecker. Wir werden dann auf jeden Fall für alle Besucher öffnen, auch für die, die vorher nicht in der Vorstellung waren. Denn die Musik zum Feuerwerk hört man natürlich nur im Bühnenbereich. Sehen kann man das Feuerwerk natürlich auch von den Loisach-Brücken aus.
Und was wird aus Ihrem Bühnenstück „Aufstand“?
Leider werden das voraussichtlich die letzten Aufführungen sein. Ich habe den Bayerischen Rundfunk eingeladen. Mal sehen, ob sich daraus dann etwas entwickeln wird.






