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Isarsommer im Geretsrieder Ratsstubensaal

Isarsommer im Geretsrieder Ratsstubensaal

L'ensemble Wegele-Sagner präsentiert sizilianischen Klangzauber

Von Peter Herrmann

Geretsried, 26.5.2022 – In diesem Frühjahr veröffentlichten Peter Wegele und Florian Sagner gemeinsam mit vielen internationalen Musikern die CD „Storie“. Die unter anderem in Palermo, Berlin, Tunis und Geretsried entstandenen Instrumentaltücke sowie weitere neue Kompositionen bekam nun das Publikum im Geretsrieder Ratsstubensaal zu hören.

Kulturelle Einflüsse aus vielen Ländern

Seit vielen Jahren verbindet die beiden Geretsrieder Musiklehrer Peter Wegele und Florian Sagner in ihrer musikalischen Arbeit die Offenheit für verschiedene Kulturen. So gibt der Pianist Peter Wegele mit Unterstützung des Goethe-Instituts seit mittlerweile acht Jahren Filmmusikseminare am Konservatorium von Palermo in Sizilien. Sagner gilt als anerkannter Trompeter und Perkussionist, der sein Können unter anderem bei der Soul-Funk-Reggae-Band „The Stimulators“ nachhaltig unter Beweis stellte.

Mittlerweile haben die vielseitigen Musiker weitere Stücke komponiert, die gut zu den frühsommerlichen Temperaturen  passten.  „Sie werden ihr Kommen nicht bereuen“, versprach Pianist Wegele den Publikumsgästen. Die Besetzung: Violinistin Julia Massaro und Schlagzeuger Sergio Cali reisten sogar aus Palermo an, Annedore Wienert (Oboe, Englischhorn) kam aus Berlin. Wolfgang Roth (Flöte), Florian Sagner (Trompete, Percussion) und Paul Tietze (Bass) komplettierten das siebenköpfige Ensemble.

Jazz, Bossa und Klassik

Nach den eher ruhigen Eröffnungsstücken „Alba“ und „Paco’s Melancholia“ wechselte Peter Wegele bei „Cha Cha in Five for You“ in einen beschwingten 5/4-Takt. Das harmonische Zusammenspiel der doch recht unterschiedlichen Instrumente zeigte sich besonders bei dem Bossa-Stück „Chorinhozinho“, das die erste Konzerthälfte beendete. Nach einer viertelstündigen Lüftungspause bat Wegele höchstpersönlich die außerhalb des Saals weilenden Zuhörer herein und präsentierte eine gelungene Variation von „Sotto le stelle del jazz“, einem Lied des berühmten italienischen Sängers und Pianisten Paola Conte. Eine weitere Hommage widmete das Septett dem amerikanischen Komponisten George Gershwin. „My Man’s Gone Now“ aus der Oper „Porgy and Bess“ klang nun noch nuancenreicher als im Original. Mit der Zugabe „Que Bolá Palermo“ endete ein abwechslungsreicher Konzertabend.

Fotos: Peter Herrmann


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