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Großes Weihnachtskonzert der Musikschule Wolfratshausen

Schoko-Nikoläuse für kleine Meistersänger

Von Andrea Weber

Wolfratshausen, 21.12.2015 – Das schien ja gar kein Ende mehr zu nehmen. Ein Kind nach dem anderen stürmte die Bühne der Loisachhalle und stellte sich brav in Reih’ und Glied nebeneinander und hintereinander auf. Wie viele?, so genau konnte man es nicht schätzen, vielleicht um die sechzig Mädchen und Buben im Alter von sechs bis sieben Jahren waren es aber mindestens. Alle Jahre wieder beginnt das „große Weihnachtskonzert“ der Wolfratshauser Musikschule in der Vorweihnachtszeit mit den kleinsten Mitgliedern. Ein Beweis dafür, dass die Wolfratshauser keine Nachwuchsprobleme beim Kinderchor haben. Das ist vor allem einem zu verdanken: Yoshihisa Kinoshita.

Aber eins nach dem anderen. Mit „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ und „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“ eröffnete der Kinderchor fröhlich, eifrig und rotbackig vor Aufregung den Abend. Die Mädels teils fesch im Dirndl, manche der Burschen standesgemäß in der Lederhose. Der Kinderchor darf auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr zurückblicken. Seit 25 Jahren leitet ihn Yoshihisa Kinoshita erfolgreich. Dafür gab es heuer die Orlando-di-Lasso-Medaille des Bayerischen Sängerbunds (wir berichteten) und zum Jahresende die erste CD-Produktion mit Liedern von Emmerich Bühnemann.

Klassischer Mohrentanz und amerikanischer Evergreen
Schneller Notenständeraufbau und die Bläserklasse der Wolfratshauser Realschule positionierte sich um Musiklehrer Andreas Schöbinger. Sie spielten insgesamt vier Stücke, darunter den  „Mohrentanz“ aus dem 16. Jahrhundert von Tylman Susato und den amerikanischen Evergreen „When The Saints Go Marching In“. Mit der Realschule habe die Musikschule eine Kooperation, erklärte Musikschulleiter Manfred Heller, der als Moderator während der Umbaupausen immer ein paar nette Worte übrig hatte. „Wir sind für den Instrumentalunterricht zuständig“.

Vom Blechklang ging es direkt hinein in die sanfte Musik der Streicher von Joseph Vorbuchner. Sie spielten das klassischen Stück „Largo – non presto“ von Carlo Ricciotti. Wieder zurück in die Moderne mit den Akustikgitarristen von Rainer Krüger, die sich hochkonzentriert ans „Last Chrismas“ und „Jingle Bells Rock“ wagten. Dann wieder kurze Umbaupause, schnelles Notenständerschieben und weiter ging’s mit geistlicher Musik vom Kammerchor der Erwachsenen um Christian Preißler. Das reine Damen-Ensemble sucht dringend männliche Verstärkung mit Bassstimmen.

So schnell ergeht die Zeit, wenn das Programm so vielseitig ist
Das Saxofon-Trio von Markus Maier leitete mit George Gershwin-Musik den Countdown des Weihnachtsabends ein, der Jugendkammerchor präsentierte einen mehrstimmigen Gospel ehe alle miteinander gemeinsam noch einmal ins „O Du Fröhliche“ einstimmten. Und dann gab es doch noch eine Überraschung:  nämlich süße Schoko-Nikoläuse von Chorleiter Kinoshita für die jüngsten Meistersänger für ihre richtig gute Leistung. 

Fotos: Andrea Weber

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