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Hollerhaus Irschenhausen

Hochkarätiges im Hollerhaus

Von Andrea Weber

Irschenhausen, 18.12.2025 – Schimmernd und schillernd endet im Hollerhaus ein Ausstellungsjahr mit großartigen Künstlern. „Goldzauber“ hing in der Luft. So lautet auch der Titel der aktuellen Ausstellung, präsentiert von dem Schmucklabel Aeleila von Laura-Maria Stöckl und Sonja Bönisch und arrangiert mit den Bildern der Künstlerin Helga Kallweit. Am kommenden Wochenende 20. und 21. Dezember ist die Ausstellung ein letztes Mal geöffnet.

Diese Ausstellung ist unwiderstehlich. In der Mitte des Anbaus steht ein weihnachtlich dekorierter Tisch, der von den Besuchern der Eröffnung am Sonntag begehrt umringt wurde. Zwischen Tannenzweigen und Geäst schimmern die Kleinode aus 925ger Sterling Silber mit bis zu 18 karätiger Vergoldung. Vor vier Jahren gründeten Laura-Maria Stöckl – „ein Kind des Hollerhauses“, wie sie Mutter Lia Schneider-Stöckl stolz den Gästen vorstellte – und ihre Freundin Sonja Bönisch ihr Schmucklabel „Aeleila“. Es ist ein Kunstwort aus dem arabischen Namen Leila, der so viel bedeutet wie „die schönste aller Nächte“. 

Laura-Maria Stöckl hat Marketing und Kommunikation studiert, Sonja Bönisch ist Modedesignerin. Die beiden Künstlerinnen vereinen sehr erfolgreich ihre Kompetenzen. Sie entwickelten ein zeitlos elegantes Design mit einer feinen Zurückhaltung. Ihre Kollektionen ist so konzipiert, dass jedes Schmuckstück mit einem anderen Exponat kombinierbar ist. Das besondere Merkmal ist die körnige Oberflächenstruktur, die sich durch alle Exponate zieht. Die Designerinnen haben es geschafft, ihren Schmuck bei den Münchner Traditionskaufhäusern Beck und Breuninger zu verkaufen. Für ihr Design, sagen sie, „lassen wir uns gerne von der Kunst inspirieren“. 

Schicht um Schicht Gold und Farbe

Auch von den Bildern der Künstlerin Helga Kallweit. Zum vierten Mal stellt sie im Hollerhaus aus. Ihre Bilder sind weiß oder schwarz. Sie haben eine grobe haptische Struktur. Kallweit sammelt Sand aus der ganzen Welt. In ihrer sogenannten Hybrid-Technik baut sie Schicht um Schicht Farbe und Sand auf. Es entstehen körnig haptische Strukturen. Dezent holt sie mit Blattgold Elemente aus der Struktur hervor, die wie von Zauberhand Bildmotive entstehen lassen. Berge, Wasser, Buddha oder gar einen Elefantenkopf. Kallweit bearbeitet auch stabile Wabenpappe mit dem Hammer und bemalt die entstehenden groben „Beschädigungen“ ebenfalls mit weißer Farbe und edlem Blattgold. So entstehen Bilder mit tiefer Dreidimensionalität. Noch bis zum 21.12. liegt der Goldzauber über dem Hollerhaus. 

Öffnungszeiten sind Sa. und So. von 14 bis 18 Uhr. 

Fotos: Andrea Weber


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