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Interview mit Radiomoderator Bernhard „Fleischi“ Fleischmann. Fleischmann und Bande in der Kulturbühne Hinterhalt in Geretsried-Gelting

„Hummeln im Kopf"

Einer der bekanntesten bayerischen Radio-Moderatoren ist auf Tour und kommt am Freitag, den 6. März erstmals in den Geltinger Hinterhalt. Bernhard „Fleischi“ Fleischmann und seine „Bande“ wollen die Kulturbühne rocken. Die groovigen Nummern aus Fleischis Feder laufen unter dem Titel „I kunn ned leise und i kunn koa hochdeitsch“. Im kurzen Gespräch mit unserer Redaktion erklärt der „Fleischi“, was musikalisch so ganz seine Sache ist.

Sie sind in der Frühe ab 5 Uhr bereits im Radio zu hören, machen auf’d Nacht selber Musik, sind Vorstand eines Golfclubs, maßgeblich beteiligt an anderen BR-Sendeformaten und auch noch Haltestellen-Ansage im Zugverkehr. Schlafen Sie überhaupt irgendwann einmal?

Also, das frühe Aufstehen ist für mich noch nie ein richtiges Problem gewesen, und ich habe mich inzwischen richtig dran gewöhnt. Ein Problem ist das Ins-Bett-Gehen. Doch in gewisser Weise handelt es sich bei mir um ein medizinisches Wunder, denn ich kann in nur vier Stunden die eigentlich benötigten 6 Stunden Schlaf erfolgreich hineinpacken.

Wie kommen Sie als erfolgreicher Radiomacher darauf, selber Lieder zu schreiben, eine Band zu gründen und auf Tournee zu gehen?

Die Musik mache ich aus selbsttherapeutischen Zwecken. Auch wenn man es kaum glauben mag, ich muss mich neben allem, was ich so mache, noch mehr austoben, weil ich ständig Hummeln im Kopf habe. An der Musik taugt mir, dass ich dabei auf niemanden Rücksicht nehmen muss. Die Leute, die in unsere Konzerte kommen, die kennen mich oft aus dem Radio und ahnen meist, was sie da erwartet, nämlich ganz sicher kein ruhiger Balladenabend.

Sie haben vor ein paar Jahren in einem Interview gesagt, dass Ihrer Ansicht nach viel mehr bairisch gesungen gehöre. Gilt das 2015, in Zeiten von „Heimatsound“ und „Zamm Rocken“ auch noch?

Ja, das gilt noch. Zum einen sind die von Ihnen genannte Formate Fernsehformate. Im Rundfunk ist bairisches Liedgut noch nicht übermäßig vertreten. Und zum anderen blicke ich voller Bewunderung auf die Österreicher, die schon vor Jahren mit Ambros, Danzer und Fendrich sich zu ihrer Identität bekannt haben und stolz verkündeten „I am from Austria“. Derartige musikalische Bekenntnisse kann es hierzulande meiner Ansicht nach noch viel mehr geben. Und die Hörerinnen und Hörer begrüßen dies bestimmt, denken Sie nur mal an den Erfolg von Trachtengwand auch außerhalb des Oktoberfestes.

Als Botschafter Niederbayerns waren Sie gar auf dem Kilimandscharo und haben dort die niederbayerische Flagge gehisst. Was bedeutet Ihnen Niederbayern?
 
Ich bin in Niederbayern geboren und wohne absichtlich noch immer dort. Vor kurzem war ich beim Skifahren am Großen Arber und habe von oben über das Land geblickt. Da war in mir eine große Freude, denn mir gefällt diese Landschaft, und hier fühle ich mich einfach sauwohl und saugut aufgehoben.

Vor ein paar Jahren haben Sie auf die Frage, für welche Persönlichkeit Sie noch früher aufstehen würden, u.a. Uli Hoeness genannt. Würden Sie für ihn auch heute noch früher aufstehen?

Fleischi (lacht): Ja, das gilt auch heute noch. Jeder Mensch macht Fehler, so auch der Uli Hoeness. Aber ich bewundere, was dieser Mann alles geleistet hat, und ich weiß, zum Beispiel für unsere Spendentelefone, dass der für viele Projekte gute fünfstellige Beträge gespendet hat. Es gibt bei uns Menschen im Laufe eines Lebens, die nicht nur schwarz oder weiß sind. Aus meiner Sicht hat Uli Hoeness wesentlich Bemerkenswerteres geleistet als verfehlt.

Herr Fleischmann, vielen Dank für das Gespräch und herzlich willkommen im Oberland, in der Kulturbühne Hinterhalt mit „Fleischmann und Bande.

Gerne geschehen, auch ich freue mich riesig aufs Konzert“
 

Mehr Informationen zum Konzert mit Bernhard Fleischmann und Bande, am Freitag den 6. März in der Kulturbühne Hinterhalt finden Sie unter www.hinterhalt.de



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