Kirchenkonzert in St. Josef in Tutzing
Mit der „Marienvesper“ bricht Monteverdi auf in eine neue Zeit
Tutzing, 5.12.2014 - Der Kirchenchor St. Joseph in Tutzing singt am 14. Dezember 2014 die „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi in der Pfarrkirche St. Josef in Tutzing. Es ist ein in mehrfacher Hinsicht außergewöhnliches, bedeutsames und berühmtes Werk. Claudio Monteverdis "Marienvesper" gilt als das prächtigste und "früheste der wirklich bedeutsamen großen Werke abendländischer Kirchenmusik“, so Dirigent Helmuth Rilling. Neben Händels „Messias“ und der h-Moll-Messe Bachs gehöre sie zu den Höhepunkten geistlicher Kompositionen.
Mit diesem „Vespro della Beata Vergine“ markierte Monteverdi (1567–1643) den Aufbruch in eine neue Zeit, den Übergang vom Alten (der Renaissance) zum Neuen (dem Frühbarock). Sein bahnbrechendes Werk verhalf Monteverdi 1610 zum Posten des Kapellmeisters des Markusdoms in Venedig, wo er in seiner 30-jährigen Tätigkeit der berühmten venezianischen Doppelchörigkeit zur Blüte verhalf.
Drei Jahre zuvor hatte er bereits die erste Oper der Musikgeschichte, „Orfeo“, komponiert. Mit der Wucht ihrer sechs-, acht-, ja sogar zehnstimmigen Chorteile ist die „Marienvesper“ prädestiniert, dem Publikum ungewöhnlichen Hörgenuss zu vermitteln. Das gesamte Werk ist geprägt vom Wechsel zwischen Chorpassagen und Abschnitten für Gesangssolisten, die sieben Barock-Spezialisten aus Wien übernehmen.
Tutzinger Jugendlichen gestalten die „Sonata sopra Sancta Maria“
Der Tutzinger Kirchenchor St. Joseph ist eine Kooperation mit dem Wiener "Choeur du soleil“ (Leitung: Gerlinde Bachinger) eingegangen. Beide singen die „Marienvesper“ am 7. und 8. Dezember bei Konzerten in Wien und am 14. Dezember unter der Leitung von Helene von Rechenberg in Tutzing. Bemerkenswert, dass ein Chor aus Tutzinger Jugendlichen die „Sonata sopra Sancta Maria“ gestaltet. Sehr beliebt bei Musikfreunden ist der Hymnus „Ave maris stella“ („Meerstern, sei gegrüßet“). Er glänzt durch seine wunderbar melodiöse Form und vermittelt den Zuhörern quasi bereits einen Blick ins Paradies. Immer wieder sind in dem Werk Doxologien zu hören, Lobpreisungen an Gott („Gloria Patri“).
Ein Ensemble mit historischen Instrumenten wie Zinken, Posaunen, Streichergruppen oder Theorben sorgt für die musikalische Basis der Aufführung. So könnte man sich beim Konzert ein wenig in den Markusdom von Venedig versetzt fühlen, für den Monteverdi die „Marienvesper“ komponiert hat.
Programm
Claudio Monteverdi (1567-1643): Marienvesper (Vespro della Beata Vergine)
Datum
Sonntag, 14. Dezember 2014, 17 Uhr
Ort
Pfarrkirche St. Joseph Tutzing, Kirchenstr. 10, Tutzing
Mitwirkende
Kirchenchor St. Joseph, Tutzing
Choeur du soleil, Wien
Ensemble mit historischen Instrumenten
Solisten: Martina Daxböck, Anna Kargl, Martina Hübner, Bernd Fröhlich, Wilfried Rogl, Matthias Haid, Helmut Pohorec
Leitung: Helene von Rechenberg
Eintritt
20 Euro / 15 Euro, Jugendliche 10 Euro
Vorverkauf
Pfarrbüro St. Joseph, Kirchenstr. 10, Tutzing Tel. +49 8158 99 33 33
Buchhandlung Held, Hauptstr. 70, Tutzing Tel. +49 8158 83 88
Tourismusbüro, Leidlstr. 1, Tutzing, Tel. +49 8158 258 850)
Veranstalter
Pfarrei St. Joseph, Tutzing
Kirchenstraße 10, 82327 Tutzing
www.st-joseph-tutzing.de
Tel. +49 8158 99 33 33





