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Kulturpreis Wolfratshausen

Stadt ehrt ehemaligen Waldramer Chorleiter Tom Sesto

Von Peter Herrmann

Wolfratshausen, 28.11.2014 – Tom Sesto wurde für sein „herausragendes künstlerisches und kulturelles Wirken“ mit dem Kulturpreis 2014 im Rathaus geehrt. Bürgermeister Klaus Heilinglechner und Kulturreferent Alfred Fraas würdigten in ihren Reden die Verdienste Sestos. In seiner Laudatio erinnerte der CSU-Stadtrat an das pädagogische und kulturelle Wirken des Preisträgers. Die Mitglieder der Waldramer Tanzlmusi, die einst bei Tom Sesto das Singen gelernt hatten, sangen dem vielseitigen Kulturpreisträger mehrere Ständchen.

Amerikaner mit integrativem Wirken

Geboren in Boston (USA), gründete Tom Sesto vor 43 Jahren den Waldramer Chor und leitete unter anderem den Chor des Seminars Waldram und die Wolfratshauser Sängerzunft. Als Sohn italienischer Emigranten wurde er zunächst zu den Salesianern nach New York geschickt. Danach studierte Sesto in Rom Philosophie, arbeitete als Lehrer im Libanon und kehrte danach wieder nach Boston zurück, ehe es ihn in den 1960er Jahren ins Kloster Benediktbeuern verschlug. Nachdem der Amerikaner im benachbarten Schlehdorf seine Frau Angelika kennengelernt hatte,  begann Sesto schließlich 1969 in Waldram Englisch und Musik zu unterrichten. Als Trainer und Abteilungsleiter bei der DJK Waldram förderte er vor allem die Sportart Basketball.

Fraas hob in seiner Rede Sestos integratives Wirken hervor. Denn in seinen Chören sangen bis zu 200 Menschen unterschiedlicher Herkunft. Neben Auftritten in der Loisachhalle unternahm Sesto auch Auslandskonzertreisen. Sestos Abschiedskonzert, das vor einem Jahr in der Waldramer Mittelschule stattfand, ist vielen Wolfratshausern in lebhafter Erinnerung.

Spaß am Singen

Sesto selbst hielt sich in seiner Rede bescheiden. „Das Wichtigste war immer, dass alle Spaß am Singen haben“, unterstrich der Waldramer. Wie musikalisch die Familie Sesto bis heute ist, ließ Sohn Marc zu später Stunde erahnen. Anderthalb Stunden nach dem offiziellen Teil des Festakts griff er zum Mikrophon und gab Fredl Fesls „Königsjodler“ zum Besten.