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„Ich wünsche mir, dass die Loisachhalle wieder ist, was sie war – ein Kulturzentrum im Oberland.“

Im Großen und Ganzen steht das Kulturprogramm für 2013 in Wolfratshausen fest. Kulturmanagerin Marion Klement sieht mit Spannung dem Jahr entgegen. Nur noch die eine oder andere Veranstaltung muss festgezurrt werden. Klement setzt dabei auf Bewährtes, versucht Kulturnischen zu bedienen und traut sich an neue Ideen heran, wie etwa das erste Flussfestival heuer im Juli (wir berichteten, mehr…). Oberland.de sprach mit der gelernten Betriebswirtin über ihre Arbeit im Kulturamt.

Oberland.de: Was macht für Sie der Reiz Ihres Jobs aus?

Marion Klement: Es ist eine kreative und sehr abwechslungsreiche Arbeit. Man hat mit vielen Menschen zu tun. Ich arbeite direkt mit dem Bürgermeister Helmut Forster zusammen und er schenkt mir sein vollstes Vertrauen. Das heißt, bleibe ich im Budgetrahmen, habe ich alle Freiheiten für Entscheidungen innerhalb meines Kulturressorts. 

Was ist zu tun?

Meine Arbeit umfasst die gesamte Planung von der Künstleranfrage bis zur Organisation der Veranstaltung vor Ort. Ich muss entscheiden, welches Programm in Wolfratshausen gut ankommt, ein Gespür für Kunst haben. Denn ich möchte ein rundes Programm zusammenstellen, dass von der Tradition bis zur Kulturnische Jazz reicht.

Was heißt für Sie ein rundes Kultur-Programm?

Ich teile die Themen gerne in drei Bereiche ein. Veranstaltungen die sich wiederholen, wie das Starkbierfest, Volkstrauertag und Theater-Abo. Dann diejenigen, die sich bewährt haben, zum Beispiel die Aufführungen des Metropoltheaters, Operetten oder Filmvorträge von Spitzensportlern. Und dann gibt es noch Neues, das natürlich ein  gewisses Risiko birgt. Das sind meist Themen, die mir ganz besonders am Herzen liegen.

Zum Beispiel?

Nach meinem Abitur (1984) lebte ich eine Zeit in Florenz in Italien und sah dort eine Aufführung des Schweizer Theaterclowns Dimitri. Sein Programm „Il Porteur“, in dem der Inhalt von Reisekoffern den Clown zu clownesken und artistischen Nummern inspiriert, hat mich so bezaubert, dass es mein größter Wunsch war, Dimitri einmal nach Wolfratshausen zu holen. Heuer ist es mir gelungen. Er kommt am 20. Dezember. Ich bin mir ganz sicher, dass sein Auftritt ein kulturelles Jahreshighlight wird.

Kultur kann bezaubern. Wann ist das bei Ihnen der Fall?

Immer dann, wenn mich etwas so berührt, dass ich es nicht mehr vergesse.

Was zählt in Ihrem Leben neben dem Beruf noch?

Meine zwei Kinder, Jonas (12 Jahre) und Mathis (10 Jahre), meine Hündin Fräulein Smilla und die Katze Momo. Ich gehe drei bis vier Mal pro Woche joggen, dabei kann ich ausspannen und kreativ sein – dann kommen mir die besten Ideen.

Auf was für Kulturevents können wir uns heuer noch freuen?

Natürlich gibt es wieder Lesungen im Bergwald, allerdings legen wir die Termine vom Juli in den August bis September. Zudem werden wir wieder gemeinsam mit Stefan Eckardt ein Kino-Openair am Loisachufer organisieren und mein persönliches Highlight ist die Lesung mit Senta Berger und dem Wolfratshauser Kinderchor von Yoshihisa Kinoshita am 6. Dezember. Dass Senta Berger nach Wolfratshausen kommt, ist etwas Besonderes.

Was sind Ihre Visionen und Wünsche?

Dass die Kultur in Wolfratshausen besser angenommen wird, sprich, die Akzeptanz findet, die sie verdient. Und dass die Loisachhalle wieder das wird, was sie einmal war – ein Kulturzentrum im Oberland.

Und was finden Sie an Wolfratshausen obergut?

Wir sind doch privilegiert hier zu wohnen, oder? Ich liebe die Spaziergänge an der Isar und der Loisach.