Knapp 2 Hektar Moorwiesen - sogenannte Streuwiesen – sind Ende Oktober am Wolflahügel bei der „Alm“ am Fohnsee erstmals wieder gemäht worden. Es handelt sich um wertvolle Flächen mit Sumpfblutauge und Knabenkraut, Arten, die viel Licht benötigen und auf eine einmalige Mahd im Herbst angewiesen sind. „Bürgermeister Hubert Kroiß war begeistert von der Idee und sagte sofort seine Unterstützung zu“, so Birgit Weis. Die Diplom-Ingenieurin für Forstwirtschaft übernahm die fachliche Planung und Organisation der Streuwiesenmahd.
Johannes Wölfl von der untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes stufte die Flächen als wertvoll und mähwürdig ein. 2 Eigentümer aus Iffeldorf und 1 Eigentümer aus Bichl gaben ihr Einverständnis für die Mahd und so konnte mit der Organisation begonnen werden.
Die Gemeinde Iffeldorf übernahm die Trägerschaft für die Naturschutzmaßnahme, die von der Regierung von Oberbayern gefördert wurde.
Die letzte Oktoberwoche rückte dann ein 6-Mann starker Trupp des Maschinenrings Oberland an, mähte die Flächen schonend mit Balkenmäher, rechte überwiegend per Hand und zog die Streu von der Fläche. Das war richtig harte Handarbeit auf den sumpfigen Wiesen, die das letzte Mal vor knapp 10 Jahren, Teilflächen sogar vor mehr als 30 Jahren gemäht wurden. Und die Streu wird bei einem heimischen Bauern als Einstreu für sein Vieh genutzt. „Da stimmt der Kreislauf wieder“, so Kroiß. „Wir sind gespannt, wie sich die Flächen entwickeln werden und ob sich die Blütenpracht ausbreiten wird“. Ob nächstes Jahr wieder gemäht wird, hängt davon ab, ob staatliche Fördermittel zur Verfügung stehen und das ist momentan noch völlig unklar. Auf jeden Fall war es eine gelungene Aktion zugunsten der Iffeldorfer Natur und eine gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

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