Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe
Reiner Berchtold erhält Dörte-Sambraus-Preis
Von Peter Herrmann
Wolfratshausen, 1.12.2014 – Zu Ehren von Dörte Sambraus, der verstorbenen Gründerin der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe, hat Alexander Brochier 1996 einen Preis gestiftet, der Privatpersonen und Firmen für ihr außergewöhnliches Engagement ehrt. Dieses Jahr durfte der ehemalige Wolfratshauser Bürgermeister Reiner Berchtold im Krämmel-Forum die Bronzeplastik „Der Gratulant“ entgegennehmen.
„Wer Kinder und Jugendliche fördert, fördert auch unsere Zukunft“, lobte Wolfratshausens Zweiter Bürgermeister Fritz Schnaller das Engagement Berchtolds. Denn der ehemalige Wolfratshauser Bürgermeister setzt sich schon seit vielen Jahren für Kinder und Jugendliche in seiner Heimatstadt ein. Geboren am 30. November 1954, trat er zunächst in die Fußstapfen seines Vaters und schlug die Polizeilaufbahn ein. In dieser Zeit wurde ihm bewusst, wie wichtig Prävention in der Kinder- und Jugendarbeit ist. 1996 wurde er in den Wolfratshauser Stadtrat gewählt und zwei Jahre später zum Bürgermeister der Stadt Wolfratshausen.
„Grundehrlicher Streiter für die Kinder- und Jugendhilfe“
Landrat Josef Niedermaier würdigte in seiner Laudatio vor allem den Bau des Jugendhauses La Vida, das mit der davorgelegenen Bushaltestelle und dem benachbarten Schulzentrum einen optimalen Standort hat. „Er war schon damals ein grundehrlicher Streiter für die Kinder- und Jugendhilfe und konnte sich auch auf die Unterstützung von Stadtjugendpfleger Fritz Meixner verlassen“, so Niedermaier. Berchtold ist seit dieser Zeit Vorsitzender des Kinder- und Jugendfördervereins. Unter seiner Führung wuchs der Verein von zwei auf mittlerweile über 40 Beschäftigte an.
Gemeinsam mit Fritz Meixner setzte sich Berchtold für die Entwicklung des Sozialraums ein, an dem auch Rolf Merten, Geschäftsführer der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe mitwirkte. Ziel war unter anderem, Einrichtungen miteinander zu vernetzen und eine wohnortnahe Betreuung, beziehungsweise Unterbringung von Kindern und Jugendlichen, zu ermöglichen. „Kinder- und Jugendhilfe funktioniert nur, wenn wir sie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachten. Dazu gehört auch der Wille zu notwendigen Reformen“, unterstrich Landrat Niedermaier.
Berchtold erhielt die Bronzeplastik „Der Gratulant“ aus den Händen von Alexander Brochier. „Ich habe viele ehrenamtliche Helfer kennengelernt, die den Preis viel mehr verdient hätten“, hielt sich Berchtold bescheiden. Mit dem Auftritt der nouWell cousins und einem Appell von Inselhaus-Geschäftsführer Rolf Merten endete der zweieinhalbstündige Festakt im Krämmel-Forum. „Wir müssen uns nun vor allem um die Flüchtlingskinder kümmern, die ohne Eltern nach Deutschland kommen“, forderte Merten.







