Neue Werkstattgalerie in der Wolfratshauser Altstadt
Alles selbst- und handg’macht
Wolfratshausen, 10.4.2019 (red) – Drei Damen, eine gute Idee und viel Arbeit im Vorfeld, das macht summa summarum einen neuen Laden in der Wolfratshauser Altstadt. „Handg‘macht“ heißt er und ist gefüllt mit zauberhaften Dingen von regionalen Künstlern und Kunsthandwerkern. Zur Eröffnung mit musikalischem Rahmen des Duos „Klangskulpturen“, kamen die beiden Bürgermeister Klaus Heilinglechner und Fritz Schnaller, Stadtmanager Dr. Stefan Werner, zahlreiche Stadträte und Kulturschaffende und viele Besucher. „Ich wünsche Ihnen viele Kunden, viel Freude und gute Gespräche“, so der Rathaus-Chef, und freut sich über die einjährig geplante Zwischennutzung der sonst leerstehenden Geschäftsräume in exponierter Lage direkt am Marienplatz.
Der Dank gelte auch der Sparkasse als Vermieter und der Klosterstiftung Schäftlarn als Eigentümer „diese Geschäftsidee mit überschaubarem Risiko zu ermöglichen“, ergänzte Andreas Roß vom Wirtschaftsforum Oberland.
Martina Gaydoul aus Wolfratshausen (Papierkunst), Cornelia Rebhan aus Geretsried (handgemachte Lederwaren) und Petra Bauer-Wolfram aus Holzhausen (Fotografie) waren Teilnehmerinnen im Wolfratshauser Pop-Up-Store in der Vorweihnachtszeit (wir berichteten). Mit 10.000 Euro Umsatz sei es das erfolgreichste Projekt dieser Art im Oberland gewesen, sagen sie. Die drei Künstlerinnen nutzten die Gunst der Stunde, überlegten sich ein cleveres Konzept zur Weiterführung des Ladens und renovierten die Räume eigenständig. Aussteller können sich je nach Bedarf Regale, Vitrinen oder Schaufenster anmieten, ohne Risiko und jederzeit kündbar.
Lama-Wolle aus Ascholding
Wie zum Beispiel Karin Schlucht. Sie trinkt gerne Kaffee, „wie George Clooney“, sagt sie. Aus den leeren Kaffee-Kapseln fertigt die Wolfratshauserin originelle Schmuckstücke. In Ascholding mit Lamas spazieren gehen? Auch das gibt’s, bei Familie Schelshorn. Sie züchtet diese kleinwüchsige Gattung der Kamele. Michaela Schelshorn spinnt Wolle, quasi direkt vom Tier zum Knäul - naturbelassen und handgefärbt. Das Besondere: Jedes Knäul trägt den Namen seines Produzenten. Wollgarn von der stolzen „Fleur“ oder der zutraulichen „Hermosa“. Und sogar Seifen aus Lama-Keratin von der schneeweißen Stute „Merida“ stellen die Ascholdinger her. Überhaupt hat sich hier eine eigentümliche Tierwelt eingenistet. Aus einem der Schaufenster lugt ein Mischling aus Hase und Esel heraus. Es ist das sogenannte „hAEsel“ – ein handgenähtes Stofftier aus Jeans-Upcycling von Gundula Meier aus Trudering. „Handg’macht“ hat aufg‘macht – all das gibt’s im neuen Lädchen zu kaufen.
Weitere Aussteller:
Jens Kilian (Lenggries) technischer Produktentwickler fertigt Tabletts aus Holz.
Peter Braun (Holzhausen) ist der Schreiner, der Schalen und Sargschränke herstellt.
Kerstin Dietsch (Wolfratshausen) Schmuck
Bei Andrea Mähner (Wolfratshausen) liegt die Schönheit im Detail, Arbeiten aus Wachs, Naturmaterialien und Holz.
Claudia Hormann-Krieg (Berg) Kreatives aus Stoff.
Stefanie von Quast, Bildhauerin aus Egling
Hülya von Poswik, Industriedesignerin „malt zum Spaß“
Andrea Weber (Wolfratshausen) zeichnet „Strichgesellen“.
Ladenöffnungszeiten: Donnerstag, Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr. Samstag von 10 Uhr bis 14 Uhr.
Foto: Andrea Weber









