Flussfestival 2021 - Wolfratshausen
Alles wird gut!
Von Andrea Weber
Wolfratshausen, 25.6.2021 – In Kürze findet das beliebte Flussfestival an der alten Floßlände in Wolfratshausen statt (9.7. bis 25.7.2021). Wir haben mit Marlene Schretzenmaier, Kulturmanagerin von Wolfratshausen, gesprochen, wie die Zeit der Planungen unter erschwerten Bedingungen der Coronapandemie für sie war.
„Es wird!“, so fällt die zuversichtliche Antwort von Marlene Schretzenmaier, Kulturmanagerin in Wolfratshausen, aus, wenn es darum geht, ob das bevorstehenden Flussfestival unter Corona-Bedingungen gut über die Bühne respektive „Flussbühne“ laufen wird. Gerade gestern habe sie von einer Überschwemmung an der alten Floßlände geträumt, sagt die 31-Jährige und lacht rüber zu ihrem Kollegen Andreas Kutter, der von ihr durch eine dicke Glasscheibe getrennt sitzt. Auch zu Lockdown-Zeiten hatten die beiden entschieden im Büro zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. Monate mussten sie bangen, organisatorisch immer wieder nachjustieren, sich fragen, klappt’s oder klappt’s nicht. „Das ging ganz schön auf die Nerven“, sagt Schretzenmaier. Die Telefone standen ungewohnt still. „Es war gespenstisch im Büro“.
Kraft, Kondition und Durchhaltevermögen
Jetzt klingeln sie wieder. Jetzt lacht Marlene Schretzenmaier auch wieder und ihre Augen leuchten. Nur das Wetter könnte noch Kapriolen spielen, wie in ihrem Traum vor ein paar Tagen. „Doch, doch es wird“, bekräftigt sie noch einmal. Und es wird ein neues Flussfestival, mit einer ganz anderen Atmosphäre. Eine echte Herausforderung in Zeiten, wo sich jede Woche die Corona-Bestimmungen ändern. Noch dazu für Marlene Schretzenmaier. „Klar, das ist das erste Mal unter meiner „Federgabel“.“ Federführung meint die leidenschaftliche Mountainbikerin, die Bergtouren im steilen Gelände meistert. Gleich nach dem Flussfestival nimmt sie am viertägigen „Stoneman Miriquidi Trail“ durch das Erzgebirge teil, über neun Gipfel mit gesamt 4400 Höhenmetern, ohne E-Motor. Da braucht’s Kraft, Kondition und Durchhaltevermögen. Alles, was sie bald auch brauchen wird, um das zweiwöchige Festivals mit 18 Veranstaltungen gut zu meistern. Und da braucht’s auch Kreativität: „Wie händelst Du 200 Besucher, die in der Pause zum Catering wollen? Oder wie sehen Hygienemaßnahmen am Dixie-Klo aus?“, gibt die Kulturmanagerin humorvoll zu bedenken.
Endlich nimmt der Kartenvorverkauf an Fahrt auf. Einige Veranstaltungen seien schon gut besucht. Die Ersatzveranstaltungen für die Absage der Loisachtaler-Bauernbühne – das sind die Iberl-Bühne und Günter Grünwald (23.7. und 24.7.) – laufen jetzt erst an. Die Bühne schwimmt wie gewohnt in der Loisach, die Besucher sitzen unter einem querstehenden Festzeltdach in treppenartigen Reihenbänken. Für die Optik aus dem Festzelt ein Festivalzelt zu machen hat sich Schretzenmaier eine Überraschung ausgedacht. 41 Helfer vor Ort kümmern sich um die Besucher vom Eintritt, über die Taschen- und Test-Kontrolle bis zur Platzeinweisung. Nein, es wird keine Überschwemmung geben. Und ja, es wird sicher gut!
Flussfestival-Programm und Kartenvorverkauf unter www.flussfestival.de
Foto: Andrea Weber




