Historischer Verein Wolfratshausen
Auf den Spuren von Bergwald-Frauen, Benediktinern und Bauhäuslern
Von Peter Herrmann
Wolfratshausen, 7.3.2022 – Der Historische Verein präsentiert pünktlich zum 25-jährigen Bestehen ein neues Programm. Vorsitzende Dr. Sybille Krafft stellte die Vorträge, Führungen und Exkursionen vor Kurzem gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Mechthild Felsch und Ludwig Gollwitzer im Erinnerungsort Badehaus vor.
Weibsbilder am Bergwald
So lädt der Verein anlässlich des Weltfrauentags am 8. März ab 16 Uhr zum Rundgang „Weibsbilder am Bergwald“ ein. Ausgehend vom Treffpunkt an der Beuerberger Straße 38d führt die Tour unter anderem zum Kathi-Kobus-Steig. Dort demonstrierten vor einem Jahr sechs Stadträtinnen dafür, dass in Wolfratshausen mehr Straßen nach Frauen benannt werden. Erinnert wird unter anderem an die legendäre Simplicissimus-Wirtin Kathi Kobus, die einst am Bergwald ein vor allem bei Künstlern beliebtes Ausflugslokal führte. Die Autorinnen und Autoren der im Kalender „Wolfratshauser Weibsbilder erschienen Porträts geben bei dem rund 90-minütigen Rundgang zudem Anekdoten aus dem Leben anderer Bergwald-Bewohnerinnen wie beispielsweise den Littig-Schwestern zum Besten. Die Exkursion endet schließlich am Schwankl-Eck bei einer vom Kulturverein Isar-Loisach (KIL) organisierten Ausstellung von Ute Patel-Missfeld. Die Freien Wählerinnen aus Geretsried setzen dann ab 19.30 Uhr mit der Vorführung des Films „Die Unbeugsamen“ im Badehaus den Schlusspunkt des abwechslungsreichen Tages.
Lesungen, Kutschfahrt und Exkursionen
Einer aufwändigen Organisation bedarf der Gedenkabend an die Bücherverbrennung: Am 10. Mai werden sich in der Loisachhalle ab 19 Uhr verfolgte Autoren aus verschiedenen Ländern versammeln und aus ihren Werken vorlesen. „Jugendliche aus verschiedenen Schulen stellen die verfemten Schriftsteller mit kreativen Beiträgen vor“, verspricht Krafft. Bei der in Kooperation mit der Stadt Wolfratshausen und dem Badehaus-Verein stattfindenden Veranstaltung kündigt der Historische Verein zudem Weltmusik und ein internationales Buffet an. Die Geschichte des Dorfes Höhenrain steht am 18. Juni ab 14 Uhr im Rahmen einer Kutsch- und Radlfahrt durchs Dorf sowie einer Oskar-Maria-Graf-Lesung von Ludwig Gollwitzer im Fokus. Unter dem Motto „Hoamat is a ganz großes Trumm vom Glück“ berichtet zudem der ehemalige Tölzer Pfarrer Rupert Frania über den Alltag der „Fuizler“ – so werden die Dorfbewohner aufgrund des umliegenden Mooses noch heute genannt. Im Anschluss lädt der Historische Verein im Alten Wirt in Höhenrain zu seiner Mitgliederversammlung ein.
Vier Wochen später führt eine von Kaija Voss geleitete Exkursion zu „Benediktinern und Bauhäuslern“ ins Kloster Scheyern und in die Pfaffenhofener Kunsthalle (16. Juli). Über die Zukunft des „Alten Krankenhauses“ an der Sauerlacher Straße 15 in Wolfratshausen informiert der Verein mit Vorträgen am Tag des offenen Denkmals (11. September). Die Maro-Genossenschaft wird dabei auch den aktuellen Planungsstand zum Mehrgenerationen-Wohnprojekt auf dem Areal bekanntgeben. Mit einer Führung des Archäologen Markus Fagner zu einer Siedlung aus der Hallstattzeit am zwischen Münsing und Höhenrain gelegenen Buchsee endet am 9. Oktober das Veranstaltungsreigen des Historischen Vereins.
Info und Anmeldung: Telefonnummer 0 81 71/34 59 05, info@histvereinwor.de
Foto: Peter Herrmann



