Das Magazin für das Bayerische Oberland

Flussfestival Wolfratshausen 2023

Bayrisch-Reggae und Jumping-Hip-Hop

Von Andrea Weber

Wolfratshausen, 11.7.2023 – Nein, sie waren nicht nur die “Vorband“ von Raggabund! Mit der Fünfmann-Reggaeband „Unlimited Culture“. teilten sich zwei ebenbürtige Spitzenbands aus München und Niederbayern den Abend am Flussufer. Sänger und Rastaman Lenny, mit Zöpfen bis zum Po und cooler Sonnenbrille, holte mit wummernden Herzschlag-Takt aus der Karibik, das Publikum bald schon aus den Sitzen. Da schien am Flussufer noch die Sonne. „Unlimited Culture“ waren die richtigen Stimmungsvorbereiter für die Brüder Paco Mendoza und Don Caramelo mit ihrem DJ am Soundsystem. Eine Sommerparty voller energetischem Rhythmus und tanz- respektive jump-begeisterten Publikumsgästen.

Es ist schwer Eintritt für gute Musik zu verlangen, wenn es drum herum kostenlose Sommerfeste mit Livemusik gibt. Leider blieben die hinteren Reihen am Samstag am Flussfestival leer. Indes die, die gekommen waren hatten eigentlich keine Sitzplätze notwendig.

 „Unlimited Culture“ aus dem Altmühltal präsentierte einen soliden handgemachten Reggae, unverkünstelt, kraftvoll und mit diesem erdigen Rhythmus, der so ins Blut geht. Lenny in Niederbayern geboren mit Wurzeln aus der Karibik, drückt in seiner Musik aus, was er so Tag für Tag erlebt. „Ja, i schau anders aus, aber lernt’s mi erst mal kennen.“ Seine Musik ist eine Mischung aus Bob Marleys „Get up, stand up“ und eigenen Songs voller „Power“ und „Sandwich-Maker-Flair“. Das ging so bis zur Pause.

Energiegeladener Inselrhythmus

Danach kam Raggabund auf die Bühne. Sie sagen über sich, sie seien „Vagabunden auf der immerwährenden Suche und Wanderung durch Musikstile“. Latin, Reggae, Techno und Hip-Hop einmal am Pult durchgeschüttelt und gerührt. Raus kommt ein energiegeladener Sound wie aus der Pistole geschossen. Paco Mendoza und Don Caramelo kamen von der schwimmenden Bühne mitten rein ins Publikum und forderten auf mitzumachen, mitzutanzen, mitzusingen und zu jumpen was bei der schwülen Nacht halt geht. Sie präsentierten ebenfalls diesen karibischen Inselrhythmus, aber technischer als ihre Vorgänger. Ein frecher Sound aus einer Gitarre, mundgemachtem Schlagzeugrhythmus, dem sogenannten Beatboxing und technischen Gerätschaften, die daraus einen ganz eigenwilligen Partysound machten. Fazit: Stimmung bis Anschlag 23 Uhr.

Das Gesamtprogramm finden Sie im Anhang und weitere Infos auch auf www.flussfestival.de

Fotos: Andrea Weber


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