Das Magazin für das Bayerische Oberland

KulturPur - Loisachhalle Wolfratshausen

Bläserquintett „In Medias Brass“ begeistert mit Improvisation und Spielwitz

Von Peter Herrmann

Wolfratshausen, 26.10.2021 – Sie traten bereits in ganz Europa, Dubai, Südkorea und in den USA auf. Nun gab die 2010 von ehemaligen Studenten der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest gegründete Formation „In Medias Brass“ ein umjubeltes Gastspiel in der Loisachhalle.

Musikalische Zeitreise vom Barock bis zum Jazz
Die Klänge, die die fünf Ungarn Richárd Kresz, Tamás Pálfalvi (beide Trompete), János Benyus (Horn), Attila Sztán (Posaune) und József Bazsinka jr. (Tuba) in der Loisachhalle ihren Instrumenten entlockten, begeisterten das Publikum von Anfang an. Mit der selten gespielten „Ciaccona“ des italienischen Barockkomponisten Andrea Falconieri eröffnete das Quintett eine atemberaubende musikalische Zeitreise, zu der Ausflüge in den amerikanischen Jazz genauso gehörten wie Abstecher in den argentinischen Tango oder modernen Jive.  Bravourös meisterte  auch den anspruchsvollen Elfachteltakt der „Kopanitsa alla Rondo“. Komponiert hat den feurigen Balkantanz der ungarische Saxofonist Csaba Tüzkö. Freunde ruhiger Melodien kamen bei der sensiblen Interpretation einer „Pavane“ des französischen Komponisten Gabriel Fauré auf ihre Kosten.

Instrumente aus Geretsried

Hilfreich waren dabei vor allem die Instrumente der Buffet-Crampon-Gruppe, die auch im Showroom der Werkstatt am Geretsrieder Seniweg erhältlich sind. „Als ich elf Jahre alt, kaufte mir mein Vater dort eine Tuba“, berichtete József Bazsinka jr. Als Moderator kündigte er nach dem lauten Applaus der Besucher in englischer Sprache noch zwei Zugaben an. Mit der emotional überbordenden Vertonung eines „Abendgebets“ des 1967 verstorbenen ungarischen Komponisten Zóltan Kodály endete das beeindruckende Gastspiel. Gemeinsam mit Mitgliedern des Konzertvereins Isartal und dem Geretsrieder Dritten Bürgermeister Gerhard Meinl ließen sich die fünf Musiker danach im benachbartem Wirtshaus Flößerei kulinarisch verwöhnen. „Wir kommen immer gerne in diese Region und werden das auch weiterhin tun“, versprach Bazsinka.

Fotos: Peter Herrmann


NEWS