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Flussfestival Wolfratshausen 2023

Dreiviertelblut in Hochform

Von Peter Herrmann

Wolfratshausen, 12.7.2023 – Die Nachfrage nach Tickets war so hoch, dass Flussfestivalorganisationsleiter Andreas Kutter eine zusätzliche Bestuhlung und weitere Stehplätze anordnete. So durften 580 Besucher das fulminante Konzert der siebenköpfigen Band Dreiviertelblut erleben.

Bürgermeister und Band genießen Ambiente

„Es ist ein herrliches Gefühl, dass wir wieder so eng zusammenrücken können“, freute sich Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Wer keinen Platz auf der Tribüne unter dem Opera Tent ergattern konnte, ließ sich auf den Bierbänken vor den Gastronomiebuden oder neben der Bühne auf den Steinen am Loisachufer nieder. Sebastian Horn (Gesang), Gerd Baumann (Gitarre, Gesang), Flurin Mück (Schlagzeug), Dominic Glöbl (Flügelhorn, Trompete), Luke Cyrus Goetze (Gitarre), Benny Schäfer (Kontrabass) und Florian Riedl (Klarinette) genossen dieses Ambiente sichtlich. „Herzlichen Dank, dass wir mit euch einen magischen Abend verbringen dürfen“, lobte Horn das Publikum.

Dabei schlug die Band zunächst ruhige Töne an und erzählte zwischendurch mal morbide, mal erheiternde Anekdoten zur Entstehungsgeschichte ihrer Songs. So widmete Sebastian Horn das Lied „Odlgruamschwimmer“ seiner Lebensretterin Martina, die ihn einst im Kindesalter aus einer Jauchegrube zog und damit seinen Tod verhinderte. Gleich danach folgte eine Ballade von einem Pärchen, das nach einem gescheiterten Selbstmordversuch auf wundersame Weise wieder zusammenfindet. Das im Chor gesungene „Rossbluat und Schneider“ vom aktuellen Album „Plié“ war zweifellos der Höhepunkt der ersten Konzerthälfte. Dazu passte das Lied von einem Friedhofsfest, auf dem „der Boandlkramer an Bloody Mary an der Bar trinkt“.

Stehende Ovationen am Konzertende

Nach der Pause schlüpfte dann Gitarrist Gerd Baumann vorübergehend in die Rolle des Alleinunterhalters und erzählte skurrile Geschichten von seinem ungeliebten Nachbarn Lothar, der seine auf einem goldenen Schaf reitende Freundin vor der Tür stehen lässt. Am Ende des dreistündigen Konzertabends hielt es keinen Besucher mehr auf den Sitzen. Mit den Dreiviertelblut-Klassikern „Deifidanz“, „Gemma hoam“ und der Räuber-Kneißl-Hommage „Bei der Nacht" endete das erste ausverkaufte Konzert des diesjährigen Flussfestivals.

Das Gesamtprogramm finden Sie im Anhang und weitere Infos auch auf www.flussfestival.de

Fotos: Peter Herrmann


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