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Lesung mit Bestseller-Autorin Hanni Münzer in der Stadtbücher Wolfratshausen

Ein Plädoyer für den Frieden

Von Andrea Weber

Wolfratshausen, 11.6.2019 – „Honigtot“ war Hanni Münzers Durchbruch als Erfolgsautorin. Das Buch wurde millionenfach verkauft, in 16 Sprachen übersetzt und nahm Platz zehn in der Spiegelbestseller-Liste ein. Als die gebürtige Wolfratshauserin vor zwanzig Jahren zu Schreiben begann, zuerst nur eine kleine Geschichte für ihren Neffen und dann mit „Seelenfischer“ ihr erstes Buch, ahnte sie nicht, welche Erfolge sie erzielen wird. Die Autorin hat einen ganz besonderen Anspruch. Es sind Tragik-Komödien, liebevoll, tiefgründig und spannend, in gut recherchierte Zeitgeschichte eingebettet, und stets mit dem Dreh zum Thriller.

Hochsommerliche Temperaturen, blauer Himmel –  da bot es sich an, die Lesung mit Bestseller-Autorin Hanni Münzer im Garten der Stadtbücherei Wolfratshausen stattfinden zu lassen. Vorsorglich hatte Leiterin Silke Vogel warme Decken mitgebracht für die rund 40 Besucher. Das Wetter hielt. Ein Glas Wein von der Stadtbücherei und für jeden Besucher ein Tütchen Gummibären von der Autorin, so konnten sich die Gäste entspannt im Gartenstuhl zurücklehnen und lauschen. Hanni Münzer las vor und erzählte persönlich über die Hintergründe und Recherchen. „Ich komme immer wieder in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück“, erklärte sie dem Publikum.

In „Honigtot“ geht es um das Schicksal einer jüdischen Familie in München. In „Marlene“ um die Rolle der Frauen im Widerstand. „Mich interessiert, wie das Böse im Menschen entsteht und welche Mechanismen wirken.“ Die Begegnung und ein Gespräch mit Egon Hanfstaengl hat sie nachhaltig beeindruckt und beschäftigt. Er war deutscher Kunsthändler und Sohn Ernst Hanfstaengls, dem Berater Adolf Hitlers.

„Liebe“ - ein Schicksalswort

In Hanni Münzers aktuellen Büchern „Solange es Schmetterlinge gibt“ und „Unterm Wasser kann man nicht weinen“ geht es wieder um zwischenmenschliche Beziehungen und um die Liebe im Strudel des aktuellen Zeitgeschehens. Es geht im neuen Roman um Klimaschutz und Umwelt-Terror. Hanni Münzer absolvierte ein Highschool-Jahr in Seattle, lebte in Stuttgart und Rom und seit zehn Jahren mit Familie in Ascholding. Ihre Bücher sind ein Plädoyer für den Frieden. Für die gebürtigen Wolfratshauserin ist „Liebe“ ein Schicksalswort, denn sie sei das einzige was diese Welt heilen könnte, sagte sie abschließend zu ihren Gästen. Und ergänzte mit Blick zu den Damen im Publikum: „Wir Frauen haben es in der Hand. Wir sind Mütter, Schwestern, Töchter. Wir sind in jedem Haus.“

Mehr Information über die bekannte Autorin Hanni Münzer finden Sie hier.

Fotos: Andrea Weber


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