Premiere Dominik Halameks "Circus of Fantasy" Loisachhalle Wolfratshausen
Im Wunderland der Phantasie
Von Andrea Weber
Wolfratshausen, 12.4.2022 – Was erreicht werden kann, wenn verschiedene Nationalitäten und Kulturen zusammenarbeiten, haben internationale Künstler aus Europa in der Loisachhalle eindrucksvoll demonstriert - darunter auch Künstler aus der Ukraine und Russland. Dominik Halameks „Circus of Fantasy“ war ein fulminantes Feuerwerk an Farben und Performances. Ein begeistertes Publikum in der fast ausverkauften Loisachhalle. Stehende Ovationen für eine atemberaubend inszenierte Show, die die Halle in ein buntes Gesamtkunstwerk verzauberte.
Dominik Halamek ist ein Perfektionist, auch wenn er das sicherlich ungern zugeben würde. „Wir haben viel Energie, viel Aufwand aber auch viel Zweifel gehabt“, bedankte Halamek sich bei seinem Team und den Zuschauern. Der Zweifel war unbegründet. Seine neue Varieté-Show war bis ins Detail ausgetüftelt, was Lichtspiel, Optik, Kunst und Musik betraf. Halamek und sein internationales Ensemble nahmen das Publikum vom ersten Augenblick mit auf eine humorvolle und schillernde Reise ins Wunderland der Phantasie.
Ein Intro, das knallte
Aber nochmal zurück zum Anfang, denn auch das Intro gehört zu einer Show wie dieser. Es waberte Rauch in den blau illuminierten Lichtkegeln und riesige Lichterringe tanzten an der Saaldecke. Rhythmischer Sound puschte beim ankommenden Publikum die spannungsvolle Erwartung hoch. Man nahm stilvoll an kleinen runden Tischchen Platz, wie es in Varieté-Theatern üblich ist. Ein spektakulärer Bühnenaufbau aus vier riesigen Stahltraversen stand auf einer verlängerten Bühne inmitten des Publikumsbereichs, damit alle von allen Seiten gut sehen konnten. Eine Dame im Publikum staunte: „Wie schön, sowas wieder erleben zu können“, sagte sie freudig.
Wie Perlen aneinander gereiht: Artistik, Tanz, Musik und Magie
Was dann geschah reihte sich wie eine Perlenkette aus Artistik, Tanz, Musik, Gesang aneinander. Luftakrobatik in schwindelnder Höhe, Magie und Zauberei. Eine Schlangenfrau. Einrad-Kunstfahren über Treppenstufen, Ausdruckstanz auf den berühmten Song „Hey big Spender“ und der Musik der Charleston-Zeit. Und Tänzer in bunt leuchtenden LED-Anzügen trommelten einen energetischen Rhythmus. Das Geigenspiel des Geretsrieders Chris Schäfer gab zwischendurch dem Publikum eine Verschnaufpause im Staunen, ehe es von Halamek aufgefordert wurde, „Partystimmung zu machen“ und dabei die Tanzschritte von Gangnam Style und dem Time Warp aus der Rocky Horror Picture Show zu imitieren. Dominik Halamek sagte kürzlich zu unserer Zeitung: „Diese Show, das bin ich.“ Wir korrigieren: Diese Show war Dominik Halamek mit seinen hervorragenden Künstlern und einem begeisterten Publikum, das richtig Stimmung machte.
Die Mitwirkenden:
Kitty Bloch (Tanz, Gesang, Deutschland), Lina Ritters (Tanz, Gesang, Akrobatik, Deutschland), Svetlana Wottschel (Arial Pole, Tanz, gebürtige Russin), Chris Schäfer (Geige, Geretsried), Oleksandr Solyanik (Magier, Ukraine), Anhelina Terlyha (Pantomime, Ukraine), Dustin Waree (Einrad, Gesang, Deutschland), Simon Gunnarson (Tanz, Schweden), Sonja Golubkowa (Tanz, Gesang, Österreich), Anastasiia Potorochenko (Luftakrobatik, Vertikaltuch, Ukraine), Dominik Halamek (Regie, Choreograf, Tanz, Wolfratshausen)
Fotos: Andrea Weber











