Stadt Wolfratshausen
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Kulturpicknick mit Poetry Slam
Von Peter Herrmann
Wolfratshausen, 22.7.2022 – Nach dem Kabarett-Auftakt am Bergkramer Hof und dem Michael-Fitz-Konzert im Rathausinnenhof kam es bei der dritten „Kulturpicknick im Grünen“-Veranstaltung im Garten der Stadtbücherei zu einem unterhaltsamen Lesewettbewerb.
Neun Teilnehmer auf der Bühne
Andreas Kutter vom Kulturamt erklärte als Moderator des Abends den rund 70 Besuchern zunächst die Regeln des literarischen Wettkampfs. So mussten die vorgetragenen Texte selbstgeschrieben sein. Die Slammer durften zudem keine Requisiten, Kostüme, Musikinstrumente oder Hilfsmittel verwenden. Zudem galt es, das siebenminütige Zeitlimit nicht zu überschreiten. Dieser Herausforderung stellten sich neun Frauen und Männer. Ihre Themen boten eine große Bandbreite zwischen Ernst und Klamauk.
Rührende und lustige Texte
Laura Hübner rührte das Publikum mit ihrer Geschichte eines kranken dreijährigen Jungen, der auf ein Spenderherz wartete. Simon Wagner berichtete im schwäbischen Dialekt über den schwierigen Aufbau von Ikea-Möbeln und sorgte damit für ebenso viele Lacher wie Ana Lucía Cruz, die mit den langweiligen Gästen von Hipster-Szene-Cafés abrechnete. Es folgten gestenreichen Tiernamen-Wortspiele von J-Man und der Vortrag der Münchner Poetry-Slam-Größe Jaromir Konecny. Er bezeichnete sich als „Che Guevara von Haidhausen“, schied aber ebenso wie Julia Majores, Ronja Habeck, Simon Wagner, Frank Klötgen und J-Man in der Vorrunde aus. Denn die Besucher wählten Ana Lucía Cruz, Laura Hübner und Max Osswald ins Finale. Letzterer überzeugte mit dem witzigen Text „Gott ist ein Kuchen“ und der Beschreibung eines alkoholisch aus den Fugen geratenen Museumsbesuchs.
Dennoch reichte der Applaus des Publikums am Ende nicht für den Sieg. Den sicherte sich Ana Lucía Cruz. Die 23-Jährige Stand-Up-Komikerin, die in München Psychologie und Kommunikationswissenschaften studiert, trat bereits in Berlin und anderen deutschen Großstädten auf. Das entspannte Ambiente des Poetry Slams in Wolfratshausen gefiel ihr. Sie dankte Andreas Halamek-Weinert für die musikalische Beiträge in den Pausen und Andreas Kutter für die pointenreiche Moderation.
Foto: Peter Herrmann








