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Flussfestival Wolfratshausen 2019

Latinzauber am Loisachufer

Von Andrea Weber

Wolfratshausen, 18.7.2019 – Stimmungsvolles Zwei-Generationen-Konzert mit Ami und Wally Warning am Flussfestival bei beständig warmen Abendtemperaturen. Ein Festival der Sinne mit dem feinen Feeling für die karibische Musik. Vater und Tochter haben den „Soul“ in der Stimme und den Rhythmus im Blut. Reggae, Swing und Latin aus München und Aruba. Das Publikum war begeistert.

Ami und Wally Warning machen eine Musik, die berührt und friedvoll tief ins Herz geht – das spürt Mensch und Tier. Denn zur Freude der vielen Publikumsgäste watschelte seelenruhig Mutter-Ente mit ihren drei Küken am Uferrand entlang und ließen sich inmitten des Festivaltrubels seelenruhig nieder, um scheinbar der Musik zu lauschen und dabei sanft und friedvoll einzuschlafen. Nur so viel zur Atmosphäre des Konzertabends am Dienstag am Loisachufer mit Reggae, Swing und Latin aus München und Aruba.

Dieser Tage würde „ein Höhepunkt den anderen jagen“, freute sich der Dritte Bürgermeister Helmuth Holzheu bei seiner Begrüßung und Festivalleiterin Marion Klement weiß, dass „bisher an jedem Abend viele Besucher kamen“. „Danke, dass Ihr das Flussfestival so gut annehmt.“ In der Tat scheint Klement heuer das Händchen für Publikumsmagneten zu haben. Und so füllten sich die Ränge auch bei diesem einmalig schönen Zwei-Generationen-Konzert, während eine Drohne über dem Festplatz schwebte und den Latinzauber am Loisachufer festhielt. 

Feeling für die Farbigkeit der Karibik

Um es vorweg zu nehmen: Es gab stehende Ovation für Ami und Wally Warning und der grandiosen Schlagzeugerin Maria Moling der Südtiroler Band „Ganes“. Wenn Moling mit den Sticks in den Sound einsetzte, dann ging der Rhythmus direkt ins Blut. Eine Frau an der Basstrommel, wie ungewöhnlich! Mit subtilem Gespür untermalte sie die Farbigkeit der Klangwelt der Karibik.

„Thank you, Jesus“ und „Mama Nature“

Mit „Thank you, Jesus“ und „Mama Nature“ begann ein zweistündiges Konzert aus der Mischung von Swing, Funk und Reggae – von ruhigen Liedern bis feurig lebensfrohen Sound, und mit Rapp aus Amerika einer Gastmusikern. Wally Warning ist tief religiös, der über seine Lieder stets eine Botschaft übermitteln will, nämlich: Das Leben zu nehmen, wie es ist (Take Life), Hoffnung zu geben (I Hope) und kraftvoll immer weiterzumachen (No Monkey). Mit letzterem Song gelang Wally Warning 2007 ein absoluter Sommer-Radio-Hit. Inzwischen ist Wally mit Tochter Ami auf Tour. Ami Warning ist zudem als Solomusikerin erfolgreich. Den „Soul“, den Wally in der Stimme hat und das karibische Rhythmusgefühl, hat er seiner Tochter vermacht. Pure Liebe und Lebensfreude hat sich an diesem Festivalabend am Flussufer manifestiert. „Ich fühle mich sauwohl bei Euch“, so das Statement des sympathischen Rastaman aus München.

Fotos: Andrea Weber


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