Loisachhalle Wolfratshausen
Loisachhalle Wolfratshausen
Österreichische Hymnen an die Liebe und Lebensfreude
Von Peter Herrmann
Wolfratshausen, 24.5.2022 – Seit vielen Jahren entfachen die sechs Musiker der Show „I am from Austria" Begeisterungsstürme mit Hits von Falco, STS, Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Rainhard Fendrich, Ludwig Hirsch und vielen anderen österreichischen Popstars. So war es auch bei ihrem Gastspiel in der Wolfratshauser Loisachhalle.
400 Austropop-Fans
„Es ist nicht einfach, alles in einer Show unterzubringen“, gestand Mathias Rasch. Der Sänger und Gitarrist übernahm die Moderation eines kurzweiligen Austropop-Abends. Mit rund 400 Besuchern war die bestuhlte Loisachhalle nahezu voll besetzt. Manche nahmen sogar weite Anfahrten aus Augsburg oder Frankfurt auf sich, um einen unbeschwerten Abend voller Nostalgie zu erleben. Bereits bei den eher ruhigen STS-Liedern „Mach die Augen zu“ und „Großvater“ sangen viele der größtenteils über 50 Jahre alten Zuhörer mit. Doch auch junge Mädchen in bayerischen Dirndln mischten sich unters Publikum. Als Peter Cornelius mit seiner Nummer „Du entschuldige, I kenn' di“ oder Falco mit „Jeanny“ die Hitparaden stürmten, waren sie zwar noch gar nicht geboren. Dank häufiger Radioeinsätze begeistern diese Lieder aber auch heute noch 20- bis 30-Jährige, die teilweise sogar mit T-Shirts der Hardrockband Metallica erschienen. Belustigt spielte die sechsköpfige Band Songs wie „Enter Sandman“ oder „Nothing Else Matters“ kurz an. „Doch dafür sind wir heute nicht hier“, brach Rasch ab.
Stehende Ovationen
Nach der Konzertpause forderte die Gruppe alle Besucher zum Aufstehen und Mitklatschen auf. Dieser Empfehlung wollte sich kaum einer widersetzen. Vor allem bei „Live Is Life“ von Opus und dem unverwüstlichen Ambros-Klassiker „Schifoan“ ging der Geräuschpegel deutlich nach oben. Pärchen und frisch Verliebte dürften dagegen vor allem Rainhard Fendrichs Ballade „Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk“ genossen haben. Zugaben wie das oktoberfesttaugliche „Fürstenfeld“ und die heimliche österreichische Nationalhymne „ I am from Austria“ beendeten das dreistündige Konzert. „Es war auch für uns ein geiles Fest“, verabschiedete sich der völlig verschwitzte Leadsänger Mathias Rasch.
Fotos: Peter Herrmann





