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Stadt Wolfratshausen

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Viel Beifall für „Da Mo“ Michael Fitz

Von Peter Herrmann

Wolfratshausen, 21.7.2022 – Konzerte im Innenhof des Wolfratshauser Rathauses sind eher selten. Für den Liedermacher und Schauspieler Michael Fitz erwies sich dieser Platz am Samstagabend als ideal. Dementsprechend viel Applaus gab es für die zweite Veranstaltung der Reihe „Kulturpicknick im Grünen“.

Erstes Open-Air-Konzert des Jahres

Nach den pandemiebedingten Absagen in den vergangenen zwei Jahren freute sich Fitz im nahezu vollbesetzten Rathausinnenhof auf sein erstes Open-Air-Konzert des Jahres. Dabei zeigte sich schon vor dem ersten Song „Des Liad“, warum der 63-Jährige bei seinen Fans so gut ankommt. Denn vielen ist Michael Fitz noch als Kommissar Carlo Menzinger, der einst die beiden Münchner „Tatort“-Ermittler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl unterstützte, in bester Erinnerung. Seine Schauspielerfahrung und eine gut hörbare nuancenreiche Stimme kommen ihm auch beim Erzählen von Alltagsgeschichten zugute. „Vor Corona spielte ich etwa 80 bis 100 Konzerte im Jahr und war auch wegen Dreharbeiten zu Filmen viel unterwegs“, erinnerte er sich. In den Lockdown-Phasen fand Fitz nicht nur Zeit für seine Frau, mit der er seit mittlerweile 35 Jahre zusammenlebt.

Er machte sich auch Gedanken über traditionelle und moderne Männerbilder in unserer Gesellschaft. So heißt es im Titelstück seines Programms: „Da Mo is lang scho unterwegs, kennt si inzwischen aus. Er hoit si nirgendwo mehr fest, da lasst er lieber aus“. Wesentlich schwieriger gestaltete sich für Fitz das Schreiben eines Liebeslieds, zu dem ihm seine Frau mehrmals mit großer Hartnäckigkeit aufgefordert hatte. „Ich habe eine ganze Nacht lang überlegt und mir zwischendurch Notizen gemacht“, gestand der in Niederbayern lebende Musiker. Begleitet von seinem gefühlvollen Gitarrenspiel kam dabei ein Lied heraus, das die Besucher lang beklatschten.

Beziehungstipps und Balladen

Nach einer kurzen Pause, in der Michael Fitz eifrig seine aktuelle CD signierte und mit Zuschauern ins Gespräch kam, gab er Tipps zur Auffrischung des Beziehungsalltags von langjährigen Paaren. „Es kommt darauf an, sich auch mal zu überraschen“, empfahl Fitz. Das falle Männern, die gerne in Gewohnheiten und manchmal auch im Selbstmitleid verharren, naturgemäß schwerer als Frauen. Mit der dazu passenden Ballade „Lass uns geh“ und zwei Zugaben endete ein unbeschwerter Sommerkonzertabend, der eigentlich auf der derzeit nicht bespielbaren Bergwaldbühne stattfinden hätte sollen. Die musikalische Nutzung des Rathausinnenhofs hatte dennoch Charme, sodass dort in Zukunft weitere Konzerte stattfinden könnten.

Foto: Peter Herrmann


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