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1.283 Jugendliche starten im Oberland in eine IHK-Ausbildung

Ausbildungsstart mit regionalen Unterschieden

01.09.2026, red. -  Zum 1. September beginnen in den vier Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen insgesamt 1.283 Jugendliche eine Ausbildung in einem IHK-Beruf. Die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr fällt regional allerdings unterschiedlich aus.

Den stärksten Zuwachs meldet die IHK für München und Oberbayern für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Dort starten 290 Jugendliche in ihre Ausbildung – 11,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch in Bad Tölz-Wolfratshausen steigt die Zahl: 291 neue Auszubildende entsprechen einem Plus von 7,4 Prozent.

Rückläufig sind die vorläufigen Zahlen dagegen in Miesbach und Weilheim-Schongau. Im Landkreis Miesbach beginnen 261 Jugendliche eine IHK-Ausbildung, 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In Weilheim-Schongau sind es 441 und damit 4,3 Prozent weniger.

Ausbildungsstart in den vier Landkreisen

LandkreisNeue IHK-Azubiszum VorjahrFreie Stellen / Bewerber*
Bad Tölz-Wolfratshausen291+7,4 %228 / 71
Garmisch-Partenkirchen290+11,6 %158 / 38
Miesbach261−9,3 %136 / 16
Weilheim-Schongau441−4,3 %349 / 93
Gesamt1.283871 / 218

 

* Freie Lehrstellen / unversorgte Bewerber laut Statistik der Arbeitsagentur, Stand Ende August. Die Zahlen umfassen alle Ausbildungsbereiche, nicht nur IHK-Berufe.

Noch 871 Lehrstellen in den vier Landkreisen frei

Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart bestehen für Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz weiterhin Chancen. Ende August waren in den vier Landkreisen insgesamt 871 Lehrstellen unbesetzt. Ihnen standen 218 bei der Arbeitsagentur als unversorgt registrierte Ausbildungsbewerber gegenüber.

Besonders groß ist das rechnerische Angebot im Landkreis Miesbach: Dort kommen auf einen unversorgten Bewerber mehr als acht freie Lehrstellen. In Garmisch-Partenkirchen sind es rund vier, in Weilheim-Schongau mehr als drei und in Bad Tölz-Wolfratshausen rund drei.

Die IHK weist darauf hin, dass der Ausbildungsmarkt weiterhin in Bewegung ist. Ausbildungsverträge werden zunehmend auch noch im September und Oktober abgeschlossen. Eine aussagekräftige Bilanz könne daher erst zum Jahresende gezogen werden, so die IHK.

Von Hotelfach bis Chemielabor

Bei den beliebtesten IHK-Ausbildungsberufen zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. In Garmisch-Partenkirchen stehen Hotelfachleute, Köche und Verkäufer an der Spitze. Im Landkreis Miesbach sind es Hotelfachleute, Köche und Industriekaufleute.

In Weilheim-Schongau führen Verkäufer, Chemielaboranten und Einzelhandelskaufleute die Rangliste an. In Bad Tölz-Wolfratshausen gehören Einzelhandelskaufleute, Industriemechaniker und Verkäufer zu den drei beliebtesten IHK-Ausbildungsberufen. Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene IHK-Ausbildungsberufe.

Betriebe haben Schwierigkeiten bei der Besetzung

Trotz der hohen Zahl noch verfügbarer Ausbildungsplätze berichtet die IHK von Schwierigkeiten bei der Besetzung. Laut einer aktuellen IHK-Umfrage gibt jeder zweite Ausbildungsbetrieb an, dass Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben sind. Als Hauptgrund werden fehlende oder aus Sicht der Unternehmen nicht geeignete Bewerbungen genannt.

94 Prozent der befragten Betriebe beklagen fehlende Voraussetzungen bei Bewerbern. Defizite sehen sie insbesondere bei Belastbarkeit, Disziplin, Leistungsbereitschaft und Engagement. Vergleichsweise positiv bewerten die Unternehmen dagegen Englischkenntnisse, Teamfähigkeit sowie IT- und Medienkompetenz.

In den vier Landkreisen bilden derzeit insgesamt 808 IHK-zugehörige Betriebe aus. In jedem der vier Landkreise stehen die IHK-Ausbildungsbetriebe nach Angaben der Kammer für mehr als die Hälfte aller Ausbildungsverhältnisse in der dualen Berufsausbildung.

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