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Energiewende Kommune 2014

Geretsrieder Klimaschutzkonzept überzeugt

Von Peter Herrmann

Geretsried, 22.6.2015  – Zum zweiten Mal verlieh die Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO) den Titel „Energiewende Kommune 2014“. Dem Vorjahrespreisträger Fischbachau (Landkreis Miesbach) folgt nun Geretsried. Im Rahmen eines feierlichen Empfangs vor dem Geretsrieder Rathaus würdigten die bayerische Energie- und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Landrat Josef Niedermaier und EWO-Vorsitzender Wolfgang Seiler das Engagement der größten Stadt des Landkreises Bad-Tölz Wolfratshausen.

Deutliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes bis 2020
Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Energiewende Oberland Wolfgang Seiler, Landrat Josef Niedermaier und Bürgermeister Michael Müller enthüllte Ilse Aigner die Ehrentafel. Für die Auszeichnung „Energiewende Kommune 2014“ hatten sich neben Geretsried noch drei weitere Kommunen aus den Landkreisen Miesbach, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen beworben. Überzeugt hat die Jury letztlich das Geretsrieder Klimaschutzkonzept. „Wir haben das herausragende Engagement der Stadt und ihrer Bürger gewürdigt“, unterstrich Seiler. Denn Geretsried hatte sich schon während der Amtszeit von Altbürgermeisterin Cornelia Irmer zum Ziel gesetzt, den jährlichen CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu reduzieren.

LED-Beleuchtung und energetische Gebäudesanierung
Irmers Nachfolger Michael Müller sieht die Energiewende als Generationenprojekt. Als Beispiel nannte er die Installierung von nachhaltigen LED-Beleuchtungsanlagen an Hauptstraßen und die energetische Sanierung in 34 städtischen Liegenschaften. Energieeffiziente Neubauten wie die Kindertagesstätte am Künnekeweg, die durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt wird, und eine geplantes Blockheizkraftwerk für das neue Hallenbad passen da gut ins Gesamtkonzept.

Auch der Zusammenschluss der Stadtwerke Geretsried und Wolfratshausen sei laut Müller im Hinblick auf auslaufende Konzessionen für das Gas- und Stromnetz sinnvoll. In enger Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Energiewende Oberland arbeitet die Stadt zudem an einem Pilotprojekt zum Thema Grundwasser. Weitere ausschlaggebende Kriterien für die Auszeichnung „Energiewendekommune 2014“ waren laut Seiler die Anstellung des städtischen Energiemanagers Stefan Mensch sowie die Eröffnung einer Energieberatungsstelle im Rathaus. „Wir müssen die große Politik auf lokaler Ebene umsetzen“, forderte Landrat Josef Niedermaier. In puncto Energiewende sei Geretsried für ihn mit gutem Beispiel vorangegangen. Energie- und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner versprach abschließend, Geretsried und andere Kommunen in dieser Hinsicht zu fördern: „Wir werden die Kommunen weiter auf dem Weg Richtung Energiewende unterstützen – mit Förderungen, Informationen und Planungshilfen“.

Fotos: Peter Herrmann

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