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Tyczka Totalgaz

Gelebte Nachhaltigkeit: Mit dem Rad zur Arbeit

Von Claudia Koestler

Geretsried, 29.08.2014 - Natürlich weiß man das längst: Mangelnde Bewegung und Übergewicht sind nachgewiesene Risikofaktoren für sogenannte Zivilisationskrankheiten. Dabei würden schon 30 Minuten Bewegung pro Tag die Fitness steigern, mit positiven Effekten für die Gesundheit. Und dafür reichen schon Alltagsaktivitäten wie Treppen steigen alternativ zur Liftbenutzung oder Rad fahren im Alltag. Soweit zur Theorie. Doch in der Praxis ist das meist schwer umzusetzen. Mal ist es die mangelnde Zeit, mal die Bequemlichkeit oder auch die weiteren Distanzen durch die allgemein steigende Mobilität. Kurzum, manchmal fehlt einfach der Anreiz, um das Blatt um 180 Grad zu wenden. Solche Anreize aber schafft das Geretsrieder Unternehmen Tyczka Totalgaz seinen Mitarbeitern: Zum Beispiel durch die regelmäßige, jährliche Teilnahme an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“.

Die AOK rief die Mitmachaktion erstmals 2001 zusammen mit dem ADFC Bayern, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, dem DGB und dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege ins Leben. Seither wird jedes Jahr zwischen Juni und August ein Aktionszeitraum ausgerufen, in dem die Teilnehmer mindestens 20 Tage mit dem Rad zur Arbeit fahren – von zu Hause aus oder kombiniert mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Geschäftsführer Markus Eder als Vorbild

„Unser Geschäftsführer Markus Eder ist in diesem Punkt ein großes Vorbild für uns alle“, verrät Hannes Schwarz, Prokurist und Leiter der Abteilung Recht und Personal. Denn der passionierte Radsportler Eder habe allein im vergangenen Jahr „mindestens 20 mal“ die Strecke von seinem Wohnort zum Arbeitsplatz auf dem Rad zurückgelegt - wobei sein Zuhause in Gilching liegt, fast 50 Kilometer von Geretsried entfernt.

Mitarbeiter holen das Rad aus der Garage

Unter den Mitarbeitern von Tyczka Totalgaz aber bildeten sich zudem jedes Jahr neue Teams, die an dem Wettbewerb teilnehmen und dafür das Rad aus der Garage holen. Gerade für ein solch regional verwurzeltes Unternehmen wie Tyczka Totalgaz sind solche Aktionen sinnvoll, um die Nutzung des Fahrrads nachhaltig zu verankern: Ein Großteil der Mitarbeiter hat schließlich seinen Wohnsitz in einem Umkreis von weniger als fünf Kilometern. Eine Entfernung, bei der der geregelte Katalysator eines Autos seine Aufgabe noch nicht einmal erfüllen kann und zudem der Kraftstoffverbrauch überproportional hoch ist. Gerade für diese Kurzstrecken ist das Fahrrad also definitiv eine bessere Alternative: Ein Radfahrer braucht für fünf Kilometer etwa eine Viertelstunde. Ohne Stau, Parkplatzsuche, Abgas- und Lärmverursachung – ein wichtiger Aspekt für die Umwelt.

„Man tut etwas für die Umwelt, aber auch für die eigene Gesundheit“

Aber das Rad zu nutzen ist nicht alleine nur etwas für nah wohnende Mitarbeiter: „Das ist auch etwas für Leute wie mich, denn ich fahre dann beispielsweise morgens und abends mit dem Rad von zu Hause zur S-Bahn Fürstenfeldbruck", verrät Schwarz. Für ihn habe das nur Vorteile: „Man tut etwas für die Umwelt, aber auch für die eigene Gesundheit“, weiß er aus eigener Erfahrung. Denn neben dem Umweltgedanken ist Ziel der Aktion, durch mehr Bewegung im Alltag das Krankheitsrisiko zu minimieren und das Wohlbefinden aktiv zu stärken.

Mitmachaktion und Verlosung von tollen Team- und Einzelpreisen

Und Radfahren bietet die Chance, körperliche Betätigung ins alltägliche Leben zu integrieren. Mit dem Mehrwert, dass Radfahren nicht nur Spaß an der Bewegung bietet, sondern auch ein Ausgleich zum Berufs- und Alltagsstress sein kann. Wer sich dabei im Rahmen der Mitmachaktion auf den Drahtesel schwingt, hat aber nicht nur sich und der Umwelt etwas Gutes getan, sondern nimmt auch an der Verlosung von tollen Team- und Einzelpreisen teil wie etwa Wellness-Aufenthalte oder Kurzurlaub-Gutscheinen.

2013 hatten bundesweit rund 174000 Radler an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ teilgenommen, die bislang höchste der stetig steigenden Teilnehmerzahl. In Bayern alleine waren es über 55000 Teilnehmer. Das soll heuer noch einmal überboten werden: Bis Ende August läuft noch  die Aktion und die Mitarbeiter von Tyczka Totalgaz werden wieder fleißig ihren Beitrag dazu leisten.

Rita Heinz ist die „Schirmherrin“ für diese Aktion bei Tyczka Totalgaz

Rita Heinz, Mitarbeiterin im Kundenservice Geretsried und Betriebsrätin, ist die „Schirmherrin“ für diese Aktion bei Tyczka Totalgaz. Sie hält sich selbst auch in ihrer Freizeit mit regelmäßigen Radtouren fit. „Für mich bedeutet Nachhaltigkeit, dass man seine Bequemlichkeit überwindet und öfter mit dem Fahrrad fährt. Radeln kann man allein, mit der Familie oder Freunden. Darum versuche ich, auch meine Kolleginnen und Kollegen zum Radfahren zu motivieren“.

Der nächste Dienstwagen der Geschäftsführung wird ein Elektroauto

Natürlich wird es aber auch immer wieder Momente geben, in denen das Rad leider in der Garage bleiben muss: Geschäftstermine außerhalb etwa, oder wenn das Wetter einmal gar nicht mitspielt. Ganz ohne Dienstwagen geht es deshalb auch im Unternehmen Tyczka Totalgaz nicht. Allerdings hatte sich das Unternehmen längst einer sogenannten „Dienstwagenrichtlinie“ unterworfen, um die Belastung durch CO2 jährlich sukzessive nach unten zu schrauben. „Der nächste Firmenwagen der Geschäftsführung wird ein BMW i3 sein, also ein Elektroauto, das bei uns direkt mit Solarstrom aufgeladen werden kann“, erklärt Schwarz. „Zudem haben wir unser Unternehmen auf Ökostrom umgestellt und betreiben selbst zwei Photovoltaikanlagen“, sagt Schwarz. Ein weiterer Mosaikstein, der die nachhaltige Richtlinie des Unternehmens fortführt und unterstreicht, dass der Nachhaltigkeitspreis, den das Wirtschaftsforum Oberland im vergangenen Jahr an Tyczka Totalgaz verliehen hatte (wir berichteten, mehr…), ein Ansporn war, die eingeschlagene Richtung konsequent fortzuführen.

Doch nun gilt es erst einmal an, die letzten schönen Sommertage zu nutzen, um mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Sieht man also derzeit wochentags vermehrt Menschen auf ihren Zweirädern, ist es gut möglich, dass sie gerade an einer besonders schwungvollen Gemeinschaftsaktion mitmachen und für ein Mehr an Lebensqualität, Fitness und Gesundheit in die Pedale treten – und um andere zu inspirieren, es ihnen gleich zu tun.


Weitere Informationen

Wer offen ist für neue und anspruchsvolle Aufgaben, der findet im Karriereportal von Tyczka Totalgaz unter www.tytogaz.de passende Angebote: von Ausbildungsplätzen und Praktika bis zur Datenbank über offene Stellenangebote sowie weitere informative Einblicke in die Arbeitswelt von Tyczka Totalgaz.

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