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Exportgeschäft stützt regionale Wirtschaft

Die Industriebetriebe in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach erzielten 2025 zusammen rund 1,39 Milliarden Euro Auslandsumsatz. Während der Exportumsatz im Landkreis Miesbach stieg, ging er in Bad Tölz-Wolfratshausen zurück.

Von Redaktion Oberland.de

Die Exportwirtschaft bleibt eine wichtige Stütze für die Industrie in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach. Das geht aus Zahlen der IHK für München und Oberbayern für das Jahr 2025 hervor.

Exportwirtschaft 2025 im Vergleich

LandkreisBetriebeBeschäftigteGesamtumsatzAuslandsumsatzExportquoteVeränderung zu 2024
Bad Tölz-Wolfratshausen87über 8.2001,66 Mrd. Eurorund 740 Mio. Euro44,3 %rund −5 %
Miesbach63über 6.3001,48 Mrd. Eurorund 650 Mio. Euroknapp 44 %über +6 %

 

Die Exportquote lag damit in beiden Landkreisen bei rund 44 Prozent. Unterschiedlich entwickelte sich jedoch der Auslandsumsatz: Im Landkreis Miesbach stieg er, während er in Bad Tölz-Wolfratshausen zurückging.

Bad Tölz-Wolfratshausen: Auslandsumsatz gesunken

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen erwirtschafteten 87 statistisch erfasste Industriebetriebe mit mehr als 20 Beschäftigten einen Auslandsumsatz von rund 740 Millionen Euro. Das waren rund fünf Prozent weniger als im Jahr 2024.

Der Gesamtumsatz der Betriebe lag bei 1,66 Milliarden Euro. Sie beschäftigten zusammen mehr als 8.200 Menschen. Der Anteil des im Ausland erzielten Umsatzes betrug 44,3 Prozent.

Miesbach: Exportgeschäft legt zu

Im Landkreis Miesbach erzielten 63 statistisch erfasste Industriebetriebe mit mehr als 20 Beschäftigten rund 650 Millionen Euro Auslandsumsatz. Gegenüber dem Jahr 2024 war das ein Plus von mehr als sechs Prozent.

Nach Angaben der IHK dürfte ein Teil des Umsatzanstiegs auf steigende Energie-, Produktions- und Lohnkosten sowie auf Wechselkurseffekte zurückzuführen sein.

Der Gesamtumsatz der Betriebe lag bei 1,48 Milliarden Euro. Sie beschäftigten zusammen mehr als 6.300 Menschen. Die Exportquote erreichte knapp 44 Prozent und lag damit etwa 0,7 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

„Die Beliebtheit von Produkten ‚Made in Bavaria‘ bleibt weltweit ungebrochen. Während viele Unternehmen aufgrund der Wirtschaftskrise eine fehlende Inlandsnachfrage beklagen, erweist sich das Auslandsgeschäft als stabiler Anker für die Wirtschaft“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl.

Als Exportschlager bewährten sich erneut Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse. Zu den fünf wichtigsten Exportländern für Bayern zählten im vergangenen Jahr die USA, Österreich, Frankreich, Italien und China.

Bewerbungsfrist für den Exportpreis Bayern

Die IHK weist außerdem auf den Exportpreis Bayern 2026 hin. Innovative und exportstarke Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten können sich noch bis zum 31. Juli 2026 bewerben.

Der Exportpreis Bayern wird in diesem Jahr zum 19. Mal vergeben. Veranstaltet wird er von den bayerischen Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern und Bayern International gemeinsam mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium.

Weitere Informationen gibt es unter:

www.exportpreis-bayern.de

Grundlage der Exportzahlen ist der Jahresbericht „Verarbeitendes Gewerbe in Bayern“ des Bayerischen Landesamts für Statistik. Berücksichtigt werden Industriebetriebe mit mehr als 20 Beschäftigten.

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