Jugendbürgerversammlung in Bad Heilbrunn
Mehr als 50 Jugendliche kamen zur ersten Jugendbürgerversammlung in den Kursaal von Bad Heilbrunn. An verschiedenen Thementischen sammelten sie Ideen, äußerten Kritik und hielten fest, was ihnen an ihrer Gemeinde gefällt und was sie verändern möchten.
Die Gemeinde hatte alle Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren persönlich per Brief eingeladen. An den Thementischen konnten sie ihre Vorschläge schriftlich festhalten und sich so unabhängig von öffentlichen Wortmeldungen einbringen.
„Junge Menschen müssen nicht erst für Kommunalpolitik begeistert werden. Sie brauchen Gelegenheiten, bei denen ihre Perspektiven ausdrücklich gefragt sind und sie tatsächlich etwas mitgestalten können“, so das Fazit von Julius Larasser, Kreisjugendpfleger im Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen.
Bürgermeister Michael Herrmann stellte die Einführung eines Jugendbudgets in Aussicht. Über die Verwendung der Mittel sollen die Jugendlichen künftig eigenständig entscheiden können, beispielsweise im Rahmen eines Jugendrates. Über die Bereitstellung und die Höhe des Jugendbudgets muss der Gemeinderat noch entscheiden.
Nach Einschätzung der Kommunalen Jugendarbeit kommt es nun darauf an, die gesammelten Vorschläge transparent auszuwerten und die Jugendlichen über die weiteren Schritte zu informieren. Auch wenn sich nicht jeder Wunsch verwirklichen lässt, sollen die Jugendlichen nachvollziehen können, was aus ihren Ideen wird.


