Hollerhaus, Irschenhausen
Berliner Malerin Klio Karadim zeigt „Flower Power“ im Hollerhaus Irschenhausen
Von Andrea Weber
Irschenhausen, 23.4.2026 – Mit farbenstarker „Flower Power“ ist die Berliner Künstlerin Klio Karadim ins Hollerhaus zurückgekehrt. Neun Jahre nach ihrem letzten Besuch zeigt sie dort ihre neue Ausstellung „Im Kreis der Flora“. Zahlreiche Gäste kamen zur Vernissage.
Karadim ist vor allem für ihre bemalten „Buddy Bären“ bekannt – ein Berliner Wahrzeichen, von dem sie bereits mehrere Hundert gestaltet hat. Tausende dieser Bären stehen inzwischen weltweit im öffentlichen Raum. Seit 35 Jahren lebt die in Sofia geborene Künstlerin in Deutschland. Zum Jubiläum ihrer Zeit hier bringt sie nun eine Serie ausdrucksstarker Blumenbilder nach Irschenhausen. „Ich bin dankbar, hier in Deutschland leben zu können“, sagte sie sichtlich bewegt bei der Ausstellungseröffnung.
Der Weg dorthin war für die Künstlerin nicht immer leicht. „Ich bin in einem sozialistischen Land aufgewachsen. Ich wollte in die freie Welt ausbrechen“, erzählt Karadim. Um Geld zu verdienen, verkaufte sie zunächst in ihrer Heimat Bulgarien ihre Bilder auf der Straße. Ein deutsches Ehepaar wurde auf sie aufmerksam und lud sie später nach Halle an der Saale ein, wo sie leben und studieren konnte.
Heute ist Klio Karadim international erfolgreich. Sie betreibt eigene Galerien in Berlin und stellt weltweit aus. Zu ihren Auftraggebern zählen unter anderem das Auswärtige Amt und der Deutsche Bundestag. Auch für prominente Persönlichkeiten bemalte sie bereits „Buddy Bären“.
Wie Kreisel an den Wänden
Im Hollerhaus zeigt sie nun ihre neue Werkreihe „Im Kreis der Flora“. Auf kreisrunden Leinwänden hat Karadim in Acryl märchenhafte Blumenwelten geschaffen: verschlungene Pflanzenformen, leuchtende Farben und detailreiche Kompositionen. Die Motive wirken zugleich dynamisch und ruhig – fast so, als würden sich die Bilder wie Kreisel an der Wand drehen.
Hollerhaus-Galeristin Lia Schneider-Stöckl beschreibt die Wirkung so: „Blumen sind seit der Antike Symbole für Verbundenheit mit der Natur und der inneren Gefühlswelt – und zugleich eine Verbindung zur Kunst.“ Insgesamt 85 Werke – die meisten auf runden Leinwänden – sind in der Ausstellung zu sehen.
Die Ausstellung „Im Kreis der Flora“ ist noch bis 10. Mai im Hollerhaus in Irschenhausen geöffnet. Öffnungszeiten sind Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr.
Am 24. April um 20 Uhr findet außerdem eine musikalische Lesung „Erinnerungen eines Taugenichts“ mit Anatol Regnier statt.






